In Dorothy Arzners The Wild Party vermittelt der hübsche Professor nicht nur Wissen über „man’s place in nature“, sondern wird auch zum Objekt der Begierde. Und Stummfilmstar Clara Bow ist völlig außer Rand und Band. Filmkritik
Erst mit seiner weißen Stimme erlebt ein schwarzer Callcenter-Mitarbeiter den Karrieredurchbruch. Boots Rileys Debütfilm Sorry to Bother You ist so explosiv und fiebrig wie ein langer MTV-Spot. Filmkritik
Katherine Hepburns legendäres Mottenkostüm ist in Dorothy Arzners Christopher Strong die größte Attraktion und ein schillernder Ausdruck für's Unangepasste. Zoe Akins Drehbuch dreht sich dementsprechend um patiarchale Doppelmoral und das Auslaufmodell der alles erduldenden Ehefrau. Filmkritik
Die Leere füllen: Der portugiesische Regisseur Pedro Pinho fragt nüchtern, was von einer stillgelegten Fabrik aus geträumt, bewirkt und gefilmt werden kann. Dabei veranstaltet er Wettrennen auf Gabelstaplern und klopft das utopische Potenzial der Selbstverwaltung ab. Filmkritik
Alles ist üppig und überbordend an diesem Dekadenzporträt des Hofes von Queen Anne. Doch neben pompösen Detailreichtum und maliziösen Bonmots zeigt Regisseur Yorgos Lanthimos in The Favourite etwas für ihn bisher Ungewohntes: Empathie. Filmkritik
Ein Stadtmäuserich und ein Landmäuserich, beide geistreich und gutaussehend, konkurrieren in Dorothy Arzners Die Braut trug Rot um eine noch ungewohnt mädchenhafte Joan Crawford. Deren auf den Leib geschnittenes Glitzerhochzeitskleid machte selbst Marlene Dietrich neidisch. Filmkritik
Filmfest Hamburg 2018: Hintersinnige Gespräche vor verschneiter Flusslandschaft. Auch in Hotel by the River löst der Soju wieder die Zungen. Doch trotz einiger hochkomischer Szenen nehmen in Hong-Sang soos fünfter Produktion in nur 18 Monaten die melancholischen Töne zu. Filmkritik
In seinen unaufgeräumten Filmen versetzt sich Abel Ferrara in Männer, die an sich und ihren Obsessionen scheitern – und reißt sein Publikum gleich mit in den Abgrund. Ein Rundgang durch das Werk des US-amerikanischen Regisseurs. Special
Nicht auf die Femme Fatale blicken, sondern aus ihr heraus: Bei der Émile-Zola-Verfilmung Nana sprang Dorothy Arzner spontan als Regisseurin ein. Dabei verschrieb sie sich ganz einer Figur, die für Samuel Goldwyn eigentlich nur Star-Vehikel sein sollte. Filmkritik
Nach 14 Jahren gibt es keine Zeit zu verlieren: Die Unglaublichen 2 will das Original verlustfrei in die Gegenwart versetzen. Von einer neuen Rollenverteilung in der Superheldenfamilie abgesehen, verweigert Brad Bird konsequent jedes Update. Filmkritik