Neu im Kino

Die Sehnsucht der Schwestern Gusmão – Kritik

BR 2019. Regie: Karim Aïnouz. Mit: Fernanda Montenegro, Carol Duarte
Start:

VoD:Melodram nahe dem Regenwald. Als tropisch-schweißige Schwere legt sich das Patriarchat über die Bilder, mit denen Karim Aïnouz von der Sehnsucht der Schwestern Gusmão erzählt. Kritik 

Jeannette - Die Kindheit der Jeanne d'Arc – Kritik

F 2017. Regie: Bruno Dumont. Mit: Lise Leplat Prudhomme, Jeanne Voisin
Start:

Der Front National würde in diesem Film nach wenigen Minuten verdursten. Und gleichzeitig können wir mit Bruno Dumonts tollem Rockmusical über die Kindheit Jeanne d’Arcs auch endlich La La Land vergessen. Kritik 

The Kindness of Strangers – Kritik

DK, CA, S, F 2019. Regie: Lone Scherfig. Mit: Zoe Kazan, Andrea Riseborough
Start:

Die erstickende Wärme der Menschlichkeit. Lone Scherfigs Berlinale-Eröffnungsfilm The Kindness of Strangers will ein melodramatisches Loblied auf das Gute im Menschen sein, ist aber fürs Preisen wie fürs Weinen zu leidenschaftslos. Kritik 

Die Wache – Kritik

F 2018. Regie: Quentin Dupieux. Mit: Benoît Poelvoorde, Grégoire Ludig
Start:

In Die Wache treibt der Surrealist Quentin Dupieux sein Spiel mit dem Auflösen der filmischen Illusion weiter - und befreit sich zugleich aus der Nische, in der er zuletzt feststeckte. Kritik 

Der Unschuldige – Kritik

CH, D 2018. Regie: Simon Jaquemet. Mit: Judith Hofmann, Naomi Scheiber
Start:

Immer tiefer hinein in Wälder und Verliese, in Serverräume und Swingerclubs. In Simon Jacquemets Der Unschuldige gerät das Leben einer Frau aus den Fugen. Kritik 

Havelland Fontane – Kritik

D 2019. Regie: Bernhard Sallmann
Start:

Die Realität kuratieren. Bernhard Sallmanns inzwischen vierter Fontane-Film begibt sich abermals auf eine romantische Wanderung durch die Mark Brandenburg. Im Gepäck hat er politisches Potenzial und einen musealen Audioguide. Kritik 

Yung – Kritik

D 2018. Regie: Henning Gronkowski. Mit: Janaina Liesenfeld, Emily Lau
Start:

Sie nehmen G und Ecstasy und Koks und Speed. Sie bereiten es her und strecken es, sie verkaufen es, sie verkaufen sich. Henning Gronkowskis Yung sucht das Unmittelbare und den Exzess in der Berliner Gegenwart. Kritik 

Der Leuchtturm – Kritik

CA, USA 2019. Regie: Robert Eggers. Mit: Robert Pattinson, Willem Dafoe
Start:

Willem Dafoe und Robert Pattinson gehen als Leuchtturmwärter im Alkoholdelirium aufeinander los. Nach dem hehren Ernst des Vorgängers The VVitch beschwört Robert Eggers eine sagenhafte Vergangenheit diesmal auch mit groteskem Humor. Kritik 

Angelo – Kritik

Ö, L 2018. Regie: Markus Schleinzer. Mit: Makita Samba, Alba Rohrwacher
Start:

Markus Schleinzer verbindet in Angelo die Geschichte eines historisch verbürgten „Hofmohren“ mit einer Kritik an Historienfilmen. Kritik 

Mein Ende. Dein Anfang. – Kritik

D 2019. Regie: Mariko Minoguchi. Mit: Saskia Rosendahl, Jeanette Hain
Start:

VoD: Der Film beginnt mit dem Ende. Die Hauptfigur stirbt. Von hier aus bewegt sich Mariko Minoguchis Regiedebüt in alle Zeitrichtungen – und spürt die Verbindungen auf, die über Leben und Tod entscheiden. Kritik 

Bernadette – Kritik

USA 2019. Regie: Richard Linklater. Mit: Cate Blanchett, Judy Greer
Start:

Nach Last Flag Flying hat Richard Linklater mit Bernadette erneut einen Roman adaptiert, ohne sich deshalb gleich untreu zu werden. Herausgekommen ist ein architektonisch-antarktischer Film über eine Frau, die mal wieder was bauen müsste. Kritik 

Pferde stehlen – Kritik

NO, S, DK 2019. Regie: Hans Petter Moland. Mit: Stellan Skarsgård, Tobias Santelmann
Start:

Ein alter Mann hält Rückschau auf einen Sommer seiner Kindheit in Schweden. In einem überdrehten Sturm aus Bildern, Klängen und Musik sträubt sich Pferde stehlen gegen die Vermutung, dass diese Zeit kaum Nachwirkungen hatte. Kritik 

Gott existiert, ihr Name ist Petrunya – Kritik

MK, B, F, CR, SLO 2019. Regie: Teona Strugar Mitevska. Mit: Zorica Nusheva, Labina Mitevska
Start:

Ich bin eine Frau in Mazedonien. Mal zärtlich, mal clever, mal grob zwingt Gott existiert, ihr Name ist Petrunya zur Identifikation mit seiner Titelheldin im Kampf gegen das Patriachat. Kritik 

Bis dann, mein Sohn – Kritik

VCH 2019. Regie: Xiaoshuai Wang. Mit: Liya Ai, Jiang Du
Start:

VoD: Wang Xiaoshuai entwirft in Bis dann, mein Sohn ein sich über Jahrzehnte erstreckendes Familien- und Gesellschaftsdrama, bei dem alles im Schatten eines Stausees steht. Nach langem Suchen findet auch der Film ein richtiges Ende. Kritik 

Die Kinder der Toten – Kritik

Ö 2018. Regie: Kelly Copper, Pavol Liska. Mit: Greta Kostka, Andrea Maier
Start:

Nazis, Nekrophilie, Inzest: Ein amerikanisches Regie-Duo adaptiert einen Jelinek-Roman, ohne ihn je gelesen zu haben. Das Ergebnis ist blödsinnig, ekelhaft und geschmacklos – und ein Heidenspaß. Kritik 

The Irishman – Kritik

USA 2019. Regie: Martin Scorsese. Mit: Anna Paquin, Robert De Niro
Start:

Das dreieinhalbstündige Mafiaepos The Irishman ist ein Abgesang auf eine Welt, die Martin Scorsese lebenslang obsessiv beschäftigt hat – aber wirkt in keinem Moment wie der Abschied eines Künstlers. Kritik 

Lara – Kritik

D 2019. Regie: Jan Ole Gerster. Mit: Corinna Harfouch, Tom Schilling
Start:

Jan-Ole Gerster folgt einer der Welt entrückten Pianistin durch einen Tag im Leben der Hauptstadt. Der Vergleich zum Vorgänger Oh Boy drängt sich auf, aber Lara will deutlich tiefer bohren. Kritik 

The Report – Kritik

USA 2019. Regie: Scott Z. Burns. Mit: Adam Driver, Corey Stoll
Start:

Auch Gefühle sind nur Fakten: Scott Z. Burns’ The Report dreht sich zwar um Folter und Gerechtigkeit, wird richtig emotional aber nur, wenn es um den Glauben an Institutionen geht. Kritik 

Tag des Sieges – Kritik

D 2018. Regie: Sergei Loznitsa
Start:

Das Gedenken als Randerscheinung – Sergei Loznitsas Tag des Sieges beobachtet ein krampfhaft ungezwungenes Zusammensein und ein kollektives Schwelgen in nationaler Nostalgie. Kritik