Neu im Kino

Die Flügel der Menschen – Kritik

F, D, NL, KS 2016. Regie: Aktan Arym Kubat. Mit: Nuraly Tursunkojoev, Zarema Asanalieva
Start:

Der Projektor im Gebetssaal: Zwischen Mythologie und Realismus siedelt Aktan Arym Kubat seinen neuen Film Die Flügel der Menschen an, und bringt gegen den Einzug des Fundamentalismus in sein Land nicht zuletzt das Kino selbst in Stellung. Kritik 

The Killing of a Sacred Deer – Kritik

USA, GB, IRL 2017. Regie: Yorgos Lanthimos. Mit: Nicole Kidman, Alicia Silverstone
Start:

Schon wieder Ethik: Nach Ruben Östlund und Andrei Swjaginzew hat nun auch Yorgos Lanthimos eine Denksportaufgabe für Cannes vorbereitet. Kritik 

Jumanji: Willkommen im Dschungel – Kritik

USA 2017. Regie: Jake Kasdan. Mit: Karen Gillan, Dwayne Johnson
Start:

Alle Lebensalter in der Schwebe: In Jake Kasdans Fortsetzung zu Jumanji bewohnen Jugendliche die Körper erwachsener Filmstars –  was Figuren wie Schauspieler in hochkomische Pubertätsnöte stürzt. Kritik 

Drei Zinnen – Kritik

IT, D 2017. Regie: Jan Zabeil. Mit: Bérénice Bejo, Alexander Fehling
Start:

Jan Zabeil gestaltet einen intimen Film, der sein Bergsteiger-Panorama in Norditalien für eine Nichtvater-Sohn-Geschichte nutzen will und nicht davor zurückschreckt, das Gebirge metaphorisch einzusetzen. Kritik 

Die kanadische Reise – Kritik

F, CA 2016. Regie: Philippe Lioret. Mit: Pierre Deladonchamps, Gabriel Arcand
Start:

Identität als Heimsuchung und ewiger Zweifel: In Philippe Liorets Die kanadische Reise irrt ein junger Mann erst der eigenen Abstammung nach und schreibt dann doch selbst das Szenario seiner Herkunft. Kritik 

Star Wars: Die letzten Jedi – Kritik

USA 2017. Regie: Rian Johnson. Mit: Daisy Ridley, Billie Lourd
Start:

Den Jedi dämmert langsam, dass sie selbst die Geißel der Galaxis sein könnten. Star Wars: Episode VIII deutet ein Ende davon an – doch vorerst pusht die Macht noch einmal alles in einen ausschweifenden Recycling-Loop. Kritik 

Meine schöne innere Sonne – Kritik

F 2017. Regie: Claire Denis. Mit: Juliette Binoche, Gérard Depardieu
Start:

VoD: Und plötzlich hören wir Liebe. Wenn es gerecht zuginge, würde Claire Denis' neuer Film in die Geschichtsbücher eingehen. Kritik 

Die Lebenden reparieren – Kritik

F, B 2016. Regie: Katell Quillévéré. Mit: Tahar Rahim, Emmanuelle Seigner
Start:

Schaltzentren, Umschlagplätze und miteinander vernähte Leben. Die Französin Katell Quillévéré hat mit Die Lebenden reparieren einen Film gedreht, der analytisch kombiniert und erklärt, um dann in der kleinsten Regung plötzlich leidenschaftlich zu entflammen. Kritik 

A Ghost Story – Kritik

USA 2017. Regie: David Lowery. Mit: Rooney Mara, Casey Affleck
Start:

Irgendwo zwischen Weerasethakul und Andersen: In David Lowerys A Ghost Story verweilen die Einstellungen so lange, bis in ihnen Geister zum Leben erwachen. Kritik 

Clair Obscur – Kritik

TR, D, PL 2016. Regie: Yesim Ustaoglu. Mit: Funda Eryigit, Ecem Uzun
Start:

Von überall tönt es #metoo: Yeşim Ustaoğlu führt in Clair Obscur das Schicksal zweier unterschiedlicher Frauen in der Türkei zusammen, möchte auf die Universalität weiblicher Erfahrung hinaus – und flüchtet doch vor der entscheidenden Frage. Kritik 

Der Mann aus dem Eis – Kritik

D, IT, Ö 2017. Regie: Felix Randau. Mit: Jürgen Vogel, Susanne Wuest
Start:

Ein Film ohne Untertitel in einer Sprache, die keiner mehr spricht. Klingt mutiger, als Der Mann aus dem Eis tatsächlich ist. Kritik 

120 BPM – Kritik

F 2017. Regie: Robin Campillo. Mit: Nahuel Pérez Biscayart, Arnaud Valois
Start:

Aktivismus und die Spielfilmform, das beißt sich schnell: Zweifellos will Robin Campillo Kino schaffen, nur wohin, weshalb er strebt, beantwortet sein Film BPM ständig unterschiedlich.  Kritik 

Paddington 2 – Kritik

GB, F 2017. Regie: Paul King. Mit: Hugh Grant, Brendan Gleeson
Start:

Es gibt Leute, die den Bären Paddington allen Ernstes ins Weltall schießen möchten. Sein famoses zweites Kinoabenteuer, in dessen Verlauf er unter anderem wegen schwerem Frisurenschaden im Gefängnis landet, zeigt: Wir sollten uns an dem gutmütigen Bär lieber ein Beispiel nehmen. Kritik 

Der lange Sommer der Theorie – Kritik

D 2017. Regie: Irene von Alberti. Mit: Timo Jacobs, Paula Knüpling
Start:

Die Beute ist verteilt, der Kampf muss weitergehen: Irene von Alberti sucht den Funken der Revolution und versprüht ihn dabei selbst. Damit morgen morgen und nicht einfach nur wieder heute ist. Kritik 

Manifesto – Kritik

AUS 2015. Regie: Julian Rosefeldt. Mit: Cate Blanchett
Start:

VoD: Jetzt auch als Zerstreuung: Julian Rosefeldts Filminstallation Manifesto kommt in einer linearen Fassung ins Kino und zeigt die Kunst des 20. Jahrhunderts als hitzige Debatte mit indiskretem Charme. Kritik 

Detroit – Kritik

USA 2017. Regie: Kathryn Bigelow. Mit: John Krasinski, Kaitlyn Dever
Start:

Warum Geschichte nicht als Actionfilm inszenieren? In Detroit versteht Kathryn Bigelow die Race Riots aus dem Jahr 1967 nicht als Geste schwarzer Selbstermächtigung – und setzt in ihrem Film doch auf die totale Mobilisierung, auch die des Zuschauers. Kritik 

Aus dem Nichts – Kritik

D 2017. Regie: Fatih Akin. Mit: Diane Kruger, Numan Açar
Start:

Lieber von allem nur ein bisschen, aber Hauptsache viel. Fatih Akin empfiehlt sich in Cannes für den Filmmittwoch im Ersten. Kritik 

Fikkefuchs – Kritik

D 2017. Regie: Jan Henrik Stahlberg. Mit: Thomas Bading, Susanne Bredehöft
Start:

Penis-Monologe und Sexismus-Tourette: In Fikkefuchs ist die Krise der Männlichkeit gleichzeitig Trauerspiel und Lachnummer. Kritik 

Suburbicon – Kritik

USA 2017. Regie: George Clooney. Mit: Matt Damon, Oscar Isaac
Start:

Auf, auf, wir müssen zurück in die 1950er! Hinter Vorstadtfassaden gucken, Abgründe entdecken, uns vielleicht sogar ein bisschen Trump erklären lassen. Aber keine Angst, es wird ganz lustig mit Suburbicon, wir haben nämlich ein altes Drehbuch von den Coens im Gepäck … Kritik 

Die Liebhaberin – Kritik

AR, Ö, ROK 2016. Regie: Lukas Valenta Rinner. Mit: Iride Mockert, Ivanna Colona Olsen
Start:

Wer die Hüllen fallen lässt, lässt noch lange keine Konventionen fallen: Der österreichische Regisseur Lukas Valenta Rinner erkundet in Die Liebhaberin gesellschaftliche Nischen und fragt, wer eigentlich frei ist. Kritik 

Patti Cake$ - Queen of Rap – Kritik

USA 2017. Regie: Geremy Jasper. Mit: Danielle Macdonald, Bridget Everett
Start:

Wunsch, Wirklichkeit und die Anarchie dazwischen: Patti Cake$ bringt eine weiße Gangsta-Rapperin auf die Bühne und gefällt sich dabei ganz schön in seiner Indie-Smartness, spannt aber auch einen netten musikutopischen Horizont auf. Kritik 

Lady Macbeth – Kritik

GB 2016. Regie: William Oldroyd. Mit: Florence Pugh, Cosmo Jarvis
Start:

Ein Sturm über der Heide fegt die Bühnentragödie hinweg. In William Oldroyds Lady Macbeth geht es nicht um menschliche Konflikte und bewusste Entscheidungen, sondern um Naturkräfte und stumme Gesetze.   Kritik 

Casting – Kritik

D 2017. Regie: Nicolas Wackerbarth. Mit: Andrea Sawatzki, Ursina Lardi
Start:

VoD: Verharren im Halbgeformten. Casting erkundet das dauerhafte Aufschieben einer Entscheidung als letzte Quelle der Eigenständigkeit und Gestaltungsmacht, zieht sich dabei aber immer wieder in die eigene Ungreifbarkeit zurück. Kritik 

Good Time – Kritik

USA 2017. Regie: Ben Safdie, Joshua Safdie. Mit: Jennifer Jason Leigh, Robert Pattinson
Start:

Mubi: Hundemüde, aufgekratzt, reizbar – Robert Pattinson. Die Brüder Josh und Bennie Safdie haben einen sehr körperlichen New York-Film gedreht.  Kritik