IRL, NL, F 2016. Regie: Whit Stillman. Mit: Kate Beckinsale, Morfydd Clark Start:
VoD: Die Regeln betreffen alle, aber sie treffen jeden anders. Whit Stillmans erste Jane-Austen-Verfilmung ist ein Sprachkunststück, das der Gesellschaft bei der Arbeit an sich selbst zusieht. Kritik
CA, F 2016. Regie: Xavier Dolan. Mit: Marion Cotillard, Léa Seydoux Start:
VoD: Gleich ist es so weit. Gleich. Xavier Dolan hat wieder ein Theaterstück inszeniert, als ein Stück ununterbrochenen emotionalen Aufruhrs. Wer das wohl aushalten kann? Kritik
IT, F 2016. Regie: Paolo Virzì. Mit: Valeria Bruni Tedeschi, Micaela Ramazzotti Start:
Eine Bipolare und eine Suizidale treffen sich in der Anstalt und fliehen. Paolo Virzìs Film riecht noch ziemlich nach Pitch und versucht uns trotzdem einen ganzen Infantizid zu erklären. Kritik
GB, F, USA 2016. Regie: Justin Kurzel. Mit: Michael Fassbender, Marion Cotillard Start:
Gehopse und Geschubse im Dämmerlicht der Renaissance: Assassin’s Creed schwadroniert über den freien Willen, stellt ihn aber gar nicht erst auf die Probe. Kritik
USA 2016. Regie: Tom Ford. Mit: Amy Adams, Jake Gyllenhaal Start:
„When someone loves you, you have to be careful with it!“ Mit einem Rachethriller als Metapher widmet sich Tom Ford einem überwältigenden Trennungsschmerz – und ist dabei auf hinterhältige Weise parteiisch. Kritik
Rogue One: A Star Wars Story ist so in seinen Kosmos eingezwängt, dass er eigentlich alle Freiheiten zum Sakrileg hätte. Stattdessen gibt es eine Fleißarbeit in Franchise-Pflege und viel ungenutzte Komik. Kritik
Das Gedenken im lauten Schwall der Gegenwart: Sergei Loznitsas Porträt der Gedenkstätte Sachsenhausen löst das Lager vollständig in der Dynamik der Menschenmassen auf. Ein Film, der hilflos zurücklässt. Kritik
USA, D, MEX 2016. Regie: Werner Herzog. Mit: Michael Shannon, Gael García Bernal Start:
Salt and Fire ist ein Film, der sich alles erlaubt. Der zeigt, dass Werner Herzog noch die fremdesten Elemente mühelos herzogisiert. Also einen dahergelaufenen Wüstenthrillerplot. Oder Veronica Ferres. Kritik
Vom Zerlegen einer Giraffe: Ulrich Seidl begleitet in seinem neuen Film europäische Jagd-Touristen in Afrika und weist mit irritierenden Details auf Machtpositionen hin. Kritik
ROK 2015. Regie: Hong Sang-soo. Mit: Jung Jae-young, Minhee Kim Start:
Wie verfehlen wir uns richtig? Zweimal lässt Hong Sang-soo seine Figuren sich kennenlernen. Aus dem klaren Konzept entweichen nur umso deutlicher die Unklarheiten des Lebens. Kritik
In der betörend-unheilvollen Mittelalter-Welt von Marketa Lazarová bleiben weder Heide noch Christ unbefleckt. Fast fünfzig Jahre nach seiner Entstehung kommt František Vláčilnuns Film restauriert in die deutschen Kinos. Kritik
USA 2016. Regie: Denis Villeneuve. Mit: Amy Adams, Jeremy Renner Start:
Denis Villeneuve stellt in Arrival die Frage, was mit Gefühlen passiert, wenn auf die Zeit kein Verlass mehr ist. Und lässt Amy Adams beim Entschlüsseln einer Aliensprache sich selbst decodieren. Kritik
USA 2016. Regie: Peter Berg. Mit: Mark Wahlberg, Dylan O'Brien Start:
Beim Sinken der Bohrinsel ordnet sich jede menschliche Regung der Technik unter: 20 Jahre nach Titanic findet Peter Berg einen neuen filmischen Zugang zur Katastrophe. Kritik
D, PH 2016. Regie: Khavn De La Cruz. Mit: Khavn De La Cruz, Dido De La Paz Start:
Ausgebrannt in Manila: Khavn de la Cruz kämpft mit einer Gang von Kleinkindern in den Slums der philippinischen Hauptstadt gegen eine Kohlekatastrophe an. Die beste Waffe ist die Partystimmung seiner Exploitation-Episoden. Kritik
GB, F 2016. Regie: Ken Loach. Mit: Hayley Squires, Micky McGregor Start:
VoD: Es ist grau in Nordengland – der Himmel, die Stellwände, die Sitzmöbel. In der schlechtesten aller Welten ist ein breites Lächeln vielleicht gar nicht so kitschig, wie es klingt. Kritik
DK 2016. Regie: Abou Bakar Sidibé, Estephan Wagner ... Start:
VoD: Ein Flüchtling aus Mali bekommt eine Kamera und wird zum Regisseur eines kollektiven Schicksals. Für den großen Sprung über die spanisch-marokkanische Grenze wechselt der Film von Moritz Siebert und Estephan Wagner dann aber doch die Perspektive. Kritik
D 2016. Regie: Omer Fast. Mit: André M. Hennicke, Iris Böhm Start:
Zwischen Hindukusch und Heimatgefühlen: Der Videokünstler Omer Fast entdeckt in seinem eigenwilligen Konzeptfilm das Kriegsrecht in deutschem Sand. Kritik
USA 2016. Regie: Jim Jarmusch. Mit: Adam Driver, Golshifteh Farahani Start:
Die Schönheit der Wiederholung, die Poesie ohne Reim. Jim Jarmusch erstickt seine Protagonisten mit seinem liebevollen Blick. Oder setzt er sie erst frei? Kritik
D, F, MEX, USA 2016. Regie: Rafi Pitts. Mit: Rory Cochrane, Khleo Thomas Start:
Rafi Pitts stilisiert die Geschichte eines US-Soldaten ohne amerikanischen Pass zu einem Abgesang auf die Verheißungen der Wohlstandsgesellschaft. Kritik
USA 2016. Regie: Woody Allen. Mit: Kristen Stewart, Blake Lively Start:
Technicolor mit Einsen und Nullen: In seinem ersten digital gedrehten Film erzählt Woody Allen von der Wahl zwischen dem schönen Schein der Liebe und dem ernüchternden Sein in der High Society. Kritik
F, B 2016. Regie: Joachim Lafosse. Mit: Bérénice Bejo, Marthe Keller Start:
Ein Paar ist kein Paar. Marie und Boris führen eine Beziehung, die keine mehr ist, und begreifen, dass es schon lange nicht mehr darum gehen kann, Probleme lösen zu wollen. Kritik
D 2016. Regie: Jan Krüger. Mit: Vladimir Burlakov, Irina Potapenko Start:
Nach drei Reisefilmen kommt Jan Krüger im Alltag des Berliner Wohnungsmarkts an. Trotz existenziellem Ernst der Lage lässt er seine Figuren frei. Kritik