D, F 2016. Regie: François Ozon. Mit: Paula Beer, Pierre Niney Start:
Vom Freud’schen Wiederholungszwang und der Notwendigkeit der Lüge. François Ozon wirft in seinem Lubitsch-Remake einen überraschend nüchternen Blick auf die Liebe. Kritik
Transnationale Tristesse: Der Schweizer Regisseur Jan Gassmann spannt eine Leinwand über den europäischen Kontinent, die er an seinen Rändern befestigt. Kritik
USA 2016. Regie: Brad Furman. Mit: Bryan Cranston, Leanne Best Start:
Jedem Ende wohnt ein Anfang inne – und jedem Anfang ein Ende? Brad Furmans Mafiafilm um einen von Bryan Cranston verkörperten Undercover-Agenten löst die dramaturgische Struktur in einer Logik der Sucht auf. Der große Pablo Escobar ist ausnahmsweise mal nur ein Gimmick. Kritik
USA 2016. Regie: Andrew Stanton, Angus MacLane Start:
Dreizehn Jahre nach Findet Nemo schwimmen die verschrobenen Outcasts der Meereswelt wieder zwischen Pixar-Ästhetik und Disney-Wertvorstellungen herum. Kritik
USA 2016. Regie: Antoine Fuqua. Mit: Denzel Washington, Chris Pratt Start:
Wenn der Western zur Westfront wird: Antoine Fuqua zählt sieben Stars zusammen und schickt sie über die Weiden des wilden Westens, an deren Ende ein Fleischwolf wartet. Kritik
D 2016. Regie: Anne Zohra Berrached. Mit: Julia Jentsch, Bjarne Mädel Start:
Tabu or not Tabu? Zwischen Werbeoptik und Terrassentischblicken lässt 24 Wochen ganz wichtige Fragen offen und nimmt sich dabei nicht minder wichtig. Kritik
D 2016. Regie: Philip Scheffner, Colorado Velcu. Mit: Philip Scheffner Start:
Philip Scheffner und Colorado Velcu haben in ihrem gemeinsamen Film nach einem Weg gesucht, drei Roma-Familien ihr eigenes Leben träumen zu lassen – und ihn mithilfe von Digicams gefunden. Kritik
D, USA 2015. Regie: Oliver Stone. Mit: Joseph Gordon-Levitt, Shailene Woodley Start:
Tragische Romanze mit dem Vaterland: Oliver Stone will den untergetauchten Whistleblower Edward Snowden als waschechten Patrioten rehabilitieren. Dafür vertraut er ganz auf die Sprache der Liebe. Kritik
USA, F 2016. Regie: James DeMonaco. Mit: Elizabeth Mitchell, Frank Grillo Start:
Im dritten, bisher ambitioniertesten Teil von James DeMonacos Thriller-Reihe kämpft sich eine Präsidentschaftskandidatin durch eine blutige Nacht. Der US-Wahlkampf scheint sich dabei direkt auf der Leinwand fortzusetzen. Kritik
D 2016. Regie: Fatih Akin. Mit: Anand Batbileg, Tristan Göbel Start:
Vom Klassenzimmer in die Walachei und zurück. Versuch einer Erklärung, warum Fatih Akins Bestsellerverfilmung gelungen ist und trotzdem enttäuscht. Kritik
USA 2015. Regie: Rick Alverson. Mit: Gregg Turkington, Tye Sheridan Start:
In seinem neuen Film schickt Rick Alverson einen depressiven Stand-up-Comedian durch die kalifornische Wüste und lässt ihn geschmacklose Witze erzählen. Ein Lachen, das im Halse stecken bleiben könnte, gibt es hier erst gar nicht. Kritik
USA 2016. Regie: Fede Alvarez. Mit: Jane Levy, Dylan Minnette Start:
Sein schönes Evil-Dead-Remake hat es in Deutschland auf den Index geschafft. In seinem zweiten Langfilm hetzt Fede Alvarez nun einen Irak-Veteranen auf drei Systemverlierer – und legt in seinem Horror-Kammerspiel erstaunlich früh die Karten auf den Tisch. Kritik
Kippen, Champagner, Koks – und der Rest läuft fast von alleine. In ihrem ersten Leinwandabenteuer haben die moralisch verkommenen Heldinnen Eddie und Patsy vielleicht Kate Moss umgebracht. Stellt sich nur die Frage, ob die britische Erfolgsserie dabei im Gegensatz zu ihren Protagonistinnen in Würde altern kann. Kritik
USA, NZ 2016. Regie: Derek Cianfrance. Mit: Alicia Vikander, Michael Fassbender Start:
Pathos und Phantomschmerz: Derek Cianfrance setzt Michael Fassbender und Alicia Vikander auf einer Leuchtturminsel aus und reanimiert das tot geglaubte Genre des Liebesfilms. Kritik
D, P 2016. Regie: Jonas Rothlaender. Mit: Golo Euler, Luise Heyer Start:
Eifersüchtig in Lissabon: Jonas Rothlaender führt uns behutsam in eine psychische Welt, in der ein Blowjob im Close-up fatale Folgen haben kann. Kritik
Die komische Formulierung der Liebe: In seiner intimen Familiendokumentation beginnt der Regisseur Jonas Rothlaender bei seinem Großvater und endet bei sich. Kritik
D 2016. Regie: Leonie Krippendorff. Mit: Lana Cooper, Luisa-Céline Gaffron Start:
Einsamkeit und leise Hoffnung: Drei Frauen in der Psychiatrie schaffen sich eine Gegenwelt abseits gesellschaftlicher Normalität und sexueller Erwartungen - und lernen dabei langsam die Narben der jeweils anderen kennen. Kritik
P, F, D 2015. Regie: Miguel Gomes. Mit: Joana de Verona, Gonçalo Waddington Start: ,
Miguel Gomes will Politik, Gesellschaft und Fantasie zusammenbringen. Wir blicken mit acht Augen auf das filmische Experiment, das sich zum Filmevent von Cannes mausern sollte. Kritik
USA 2016. Regie: Matt Ross. Mit: Viggo Mortensen, George MacKay Start:
Wenn Familie Flodder Noam Chomsky liest: Matt Ross lässt ein Roadmovie über eine Außenseiterfamilie in Richtung Konsens rollen. In Sundance und Cannes wurde der Film erwartbar gefeiert. Kritik
F, D 2016. Regie: Mia Hansen-Løve. Mit: Isabelle Huppert, André Marcon Start:
VoD: Das Leben als unendliche Exposition. Mia Hansen-Løve behandelt eine Philosophielehrerin mit der ihr eigenen liebevollen Interesselosigkeit. Oder geht es doch um mehr? Kritik
GB, USA 2016. Regie: Michael Grandage. Mit: Colin Firth, Jude Law Start:
Thomas Wolfe war ein großer Schriftsteller und hatte einen netten Verleger. Michael Grandage ist der Ansicht, dass es darüber einen Film geben sollte. Kritik
Ö, L 2014. Regie: Elfi Mikesch. Mit: Martin Wuttke, Eva Mattes Start:
Der Vater der Regisseurin Elfi Mikesch war Fremdenlegionär. In einer introvertierten Collage erzählt sie von der Familie unter seiner Ägide und zieht eine denkwürdige Verbindung zwischen österreichischer Geschichte und den französischen Kolonialkriegen. Kritik
USA 2016. Regie: Paul Greengrass. Mit: Matt Damon, Alicia Vikander Start:
Gefährlicher als Edward Snowden und noch immer in der Identitätskrise: Jason Bourne scheucht zum vierten Mal die CIA auf. Und Regisseur Paul Greengrass entfaltet ein Bewegungsspiel, dessen Spannung sich ganz entspannt erwarten lässt. Kritik
Falling in and out of love: Rebecca Miller klaut sich Figuren aus den Universen männlicher Kollegen und baut mit ihnen eine grandios unromantische Komödie. Kritik
E 2014. Regie: Alberto Rodríguez. Mit: Javier Gutiérrez, Raúl Arévalo Start:
Kurz nach dem Zusammenbruch des Franco-Regimes verschwinden in der andalusischen Provinz mehrere Mädchen. Alberto Rodríguez’ Thriller betrachtet seinen Mikrokosmos erst von oben – und wagt sich dann tief ins Innere. Kritik
E 2016. Regie: Pedro Almodóvar, Alejandro Sugich. Mit: Adriana Ugarte, Rossy de Palma Start:
Julieta ist ein Zeitvakuum; das Fehlende ist das Füllende. Pedro Almodóvar kehrt mit diesem Film zurück zur Position der Mutter und lässt sie sofort unter einem Handtuch verschwinden. Kritik