F 2010. Regie: Luc Besson. Mit: Louise Bourgoin, Nicolas Giraud Start:
Wie konnte sich so eine toughe, kantige Heldin nur in so eine glatte Inszenierung verirren? Luc Bessons Adèle und das Geheimnis des Pharaos wirkt sehr beliebig, hat aber durchaus Charme. Kritik
USA 2009. Regie: Emily Young. Mit: Sarah Michelle Gellar, Jonathan Tucker Start:
Mit der bereits zweiten Verfilmung seines beliebten Romans bekommt Paulo Coelho genau das, was er verdient. Wo angesichts esoterisch-kitschiger Monologe nur eine Flucht ins Visuelle angebracht wäre, beschränkt sich Nancy Young auf das bloße Übersetzen. Kritik
USA 2010. Regie: Pierre Coffin, Chris Renaud Start:
Harte Zeiten für Bösewichte. Superschurke Gru kämpft im Animationsabenteuer Ich – Einfach Unverbesserlich um seinen Titel als der weltgrößte Fiesling und bekommt die Auswirkungen des ausufernden Kapitalismus zu spüren. Kritik
Ö, D 2010. Regie: Oskar Roehler. Mit: Tobias Moretti, Martina Gedeck, Moritz Bleibtreu Start:
Am Tag acht der Berlinale 2010 sorgt Oskar Roehler mit Jud Süß – Film ohne Gewissen für Buhrufe, Pfiffe und Ratlosigkeit. Der Wettbewerb hat einen waschechten Skandal, der sich um einen seltsam leeren Film dreht. Kritik
USA 2010. Regie: Ryan Murphy. Mit: Julia Roberts, Javier Bardem Start:
Elizabeth Gilberts Roman verkaufte sich über sieben Millionen Mal und löste einen kleinen Tourismus-Boom aus. Ryan Murphys Verfilmung ist zwar hochkarätig besetzt, erschöpft sich aber in Plattitüden vom Sinn des Lebens und der Liebe. Kritik
USA 2010. Regie: Jay Roach. Mit: Steve Carell, Paul Rudd Start:
Fader Neuaufguss einer französischen Erfolgskomödie, dem es an Tempo und Einfallsreichtum mangelt und der die angepeilt hohe Gag-Frequenz bis ins Unerträgliche abnutzt. Kritik
USA 2010. Regie: Thor Freudenthal. Mit: Zachary Gordon, Robert Capron Start:
Vom leidvollen Schulalltag eines Zehnjährigen: In seiner Middle-School-Komödie adaptiert Thor Freudenthal den ersten Bestsellerband der Comic-Romane von Jeff Kinney. Kritik
F 2010. Regie: Benoît Delépine, Gustave de Kervern. Mit: Gérard Depardieu, Yolande Moreau Start:
Benoît Delépine und Gustave de Kervern schicken ihren Titelhelden auf eine Reise durch seine Vergangenheit, um ihn schließlich feststellen zu lassen, dass die Gegenwart doch das Beste ist. Kritik
USA 2009. Regie: Lynn Shelton. Mit: Mark Duplass, Alycia Delmore Start:
Mit ausgeprägtem Sinn für Situationskomik und komplexe zwischenmenschliche Beziehungen widmet sich Lynn Shelton zwei ehemaligen Schulfreunden und ihrer absurden Wette. Kritik
F 2009. Regie: François Ozon. Mit: Isabelle Carré, Louis-Ronan Choisy Start:
Im letzten Teil seiner „Trilogie über die Trauer“ inszeniert François Ozon die Schwangerschaft seiner Protagonistin als ein den Tod besiegendes Mysterium. Kritik
D 2010. Regie: Marvin Kren. Mit: Michael Fuith, Theo Trebs Start:
VoD: Das Fenster zum Hinterhof. Oder: Warten auf Gabi. Marvin Krens minimalistische Genre-Reflexion Rammbock betritt ungenutzte Seitenpfade des Zombie-Films. Kritik
TR, D 2010. Regie: Semih Kaplanoğlu. Mit: Bora Altaş, Erdal Beşikçioğlu Start:
Extrem ruhig und extrem schön: Für Bal, den abschließenden Teil seiner Yusuf-Trilogie, erhielt der türkische Regisseur Semih Kaplanoğlu dieses Jahr auf der Berlinale den Goldenen Bären. Kritik
GB, D 2010. Regie: Christopher Smith. Mit: Sean Bean, Eddie Redmayne Start:
Christopher Smith hat sich bislang mit jedem seiner Filme als ein begabter Regisseur erwiesen, allerdings eher noch nicht als ein intelligenter. Kritik
D 2009. Regie: Christian Becker, Oliver Schwabe. Mit: Robert Stadlober, Sylvester Groth Start:
In ihrem zweiten Spielfilm erzählen Christian Becker und Oliver Schwabe von einem Pärchen, das als Geschäftsmodell die emotionale Prostitution praktiziert. Kritik
USA 2010. Regie: Nicholas Stoller. Mit: Jonah Hill, Russell Brand Start:
Nicholas Stollers zweiter Film lässt einen exaltierten britischen Rockstar von der Leine: Ein Drogentrip als Komödie mit philosophischen Anwandlungen. Kritik
RO, NL, JP, F 2009. Regie: Radu Jude. Mit: Andreea Bosneag, Doru Catanescu Start:
MUBI: Auch wenn der ganz große Durchbruch ausgeblieben ist, erfreut sich das rumänische Kino weiterhin großer Beliebtheit. Und das völlig zu Recht, wie Radu Judes kleiner, aber wirkungsvoller Film beweist. Kritik
Die Bosnierin Jasmila Žbanic will in ihrem zweiten Film eigentlich von der Liebe in den Wirren der Nachkriegszeit erzählen. Weil ihr das aber nicht reicht, problematisiert sie nebenher noch ein wenig den Islam. Kritik
USA 2010. Regie: Jon Turteltaub. Mit: Nicolas Cage, Jay Baruchel Start:
Niemand geringeres als Merlins Nachfolger stellt sich dem Kampf gegen das Böse. Duell der Magier will unterhaltsame Fantasy sein, entzaubert sich aber selbst. Kritik
USA, GB 2008. Regie: Richard Linklater. Mit: Zac Efron, Claire Danes Start:
Richard Linklaters Verfilmung des gleichnamigen Jugendromans ist eine bittersüße Tragikomödie über die erste Liebe, den Glanz des Broadways und das Ego von Orson Welles. Kritik
USA 2010. Regie: Jon M. Chu. Mit: Adam G. Sevani, Rick Malambri Start:
Nach bewährtem Muster, ergänzt mit der sehr gut zum Genre des Tanzfilms passenden 3-D-Technik, geht die Step-Up-Reihe (Teil 1, Teil 2) in die dritte Runde. Kritik
F 2009. Regie: Gaspar Noé. Mit: Paz de la Huerta, Nathaniel Brown Start:
Dumpfe Bässe, eine durch Tokios Nachtleben driftende Kamera und zwei elternlose Geschwister, die niemals sterben werden. Der jüngste Film von Gaspar Noé ist ein filmischer Drogentrip und eine cineastische Gratwanderung. Kritik
Der melancholische Blick fürs Schräge: In seinem ersten abendfüllenden Werk erzählt Adam Elliot von der wundersamen Brieffreundschaft zwischen einer australischen Außenseiterin und einem Sonderling aus Manhattan. Kritik
James Bennings Film über das Ruhrgebiet ist eine doppelte Premiere: Zum ersten Mal hat der Regisseur außerhalb von Amerika gedreht, und zum ersten Mal mit digitaler Technik. Kritik
S, DK, NO, GB 2009. Regie: Tarik Saleh. Mit: Vincent Gallo, Juliette Lewis Start:
Der schwedische Regisseur Tarik Saleh inszeniert eine typisch Orwell’sche Vision als State-of-the-Art-Animationsfilm. Metropia gelingt dabei vor allem eines: Veranschaulichung innerer Angst. Kritik
S 2008. Regie: Måns Herngren. Mit: Jonas Inde, Amanda Davin Start:
Männer in der Krise: Ehemalige Hockey-Spieler treten als Synchronschwimmer bei der Weltmeisterschaft an. Die skandinavische Komödie dreht sich um geknickten Stolz, Angst vor dem nahenden Alter und Kerle mit Badekappen. Kritik
Reaktivierung eines alten Feindbildes: Als weibliches Pendant zu Bond und Bourne kämpft sich Evelyn Salt durch den wiederaufkeimenden Konflikt des Kalten Krieges. Kritik
F 2009. Regie: Stéphane Brizé. Mit: Vincent Lindon, Sandrine Kiberlain Start:
Nach Man muss mich nicht lieben erzählt Stéphane Brizé erneut von einem Mann, der aus seinem eintönigen Leben gerissen wird. Die großen Gefühle, die der französische Regisseur dabei beschwört, kann er kaum erfahrbar machen. Kritik
USA 2010. Regie: Joe Carnahan. Mit: Liam Neeson, Bradley Cooper Start:
Die Verfilmung der Fernsehserie aus den 1980er Jahren bleibt ihrer Vorlage treu, ragt aber genau deshalb nur wenig aus der Masse ähnlicher Filme heraus. Kritik
Ein Fußballmärchen aus Südafrika versucht, anhand eines persönlichen Schicksals von der Aids-Tragödie des Kontinents gefällig zu erzählen – mit Happy End und überdeutlicher Botschaft. Kritik
USA 2010. Regie: Dennis Dugan. Mit: Adam Sandler, Kevin James Start:
Adam Sandler versammelt eine publikumswirksame Riege Comedians, die sich in der verkrampften Erzählweise von Kindsköpfe allerdings gründlich verheddern. Der neue Film von Dennis Dugan baut gleichzeitig auf niveaulose Scherze und auf süffige Familienmoral. Kritik
E 2009. Regie: Isabel Coixet. Mit: Rinko Kikuchi, Sergi López Start:
Weil die Spanierin Isabel Coixet ein großer Japan-Fan ist, hat sie einen Film in Tokio gedreht. Während sie selbst dabei im besten Fall viel gelernt hat, bleibt der Betrachter eher irritiert zurück. Kritik