Neu im Kino

Museum of the Revolution – Kritik

CZ, SER, CR 2021. Regie: Srdjan Keca. Mit: Marija Savic, Milica Novakov
Start:

Der sozialistische Prachtbau, der diesem Dokumentarfilm seinen Namen gibt, wurde nie fertiggestellt; einen Keller aber gibt es, der die beherbergt, die in der Gesellschaft keinen Platz haben. Museum of the Revolution folgt ihren Bewegungen durch die serbische Hauptstadt. Kritik 

Das Glücksrad – Kritik

2021. Regie: Ryûsuke Hamaguchi. Mit: Kotone Furukawa, Hyunri
Start:

Ryusuke Hamaguchi erzählt in Das Glücksrad von der Magie, die in den Dramaturgien des Lebens stecken, feiert den Zufall und die Sinnlichkeit des Sprechens. Kritik 

L'état et moi - Der Staat und ich – Kritik

D 2022. Regie: Max Linz. Mit: Hauke Heumann, Martha Mechow
Start:

Die Systemkritik bekommt System. In seinem dritten Langspielfilm lässt Max Linz einen von Sophie Rois gespielten Komponisten aus dem Jahr der Pariser Kommune in die Gegenwart reisen. L’etat et moi geht’s dabei ums deutsche Strafrecht. Kritik 

Evolution – Kritik

D, HU 2021. Regie: Kornél Mundruczó. Mit: Padmé Hamdemir, Annamária Láng
Start:

Plansequenzen, die an Kraft verlieren: In seinem neuen Film versucht sich Kornel Mundruczó an einem epischen Holocaust-Drama über drei Generationen – und findet genau das, was er sucht. Kritik 

Jagdsaison – Kritik

D 2022. Regie: Aron Lehmann. Mit: August Wittgenstein, Almila Bagriacik
Start:

Rosalie Thomass trampelt als zynisch gewordene Pippi Langstrumpf durch einen Film, der sein komödiantisches Glück in Peinlichkeitserfahrungen sucht. Jagdsaison ist vorhersehbar, ausgelutscht, klischeebeladen – und ziemlich schön. Kritik 

Il Mio Corpo – Kritik

IT, CH 2020. Regie: Michele Pennetta
Start:

Zwei abgehängte junge Männer vor postapokalyptischer Landschaft: Sizilien ist in Il mio corpo ein anderer Planet. Am besten ist Michele Pennettas Film, wenn er das Dokumentarische verlässt und ein christliches Heilsversprechen gibt. Kritik 

The Souvenir – Part II – Kritik

GB 2021. Regie: Joanna Hogg. Mit: Tilda Swinton, Richard Ayoade
Start:

Verarbeiten, um wieder arbeiten zu können. Arbeiten, um zu verarbeiten. Im zweiten Teil von Joanna Hoggs autobiografischem The Souvenir muss die Heldin nach dem Tod ihres langjährigen Partners einen Abschlussfilm drehen. Kritik 

Nope – Kritik

USA 2022. Regie: Jordan Peele. Mit: Barbie Ferreira, Keke Palmer
Start:

Eine Familie versucht ein Ufo zu filmen, das ihre Ranch angreift, und nutzt eine Leerstelle in der Filmgeschichte, um sich in sie einzuschreiben. Jordan Peeles Nope beginnt als ein Film über Bilder und entwickelt sich zu einem Film über das Sehen. Kritik 

Alcarràs - Die letzte Ernte – Kritik

E, IT 2022. Regie: Carla Simón. Mit: Jordi Pujol Dolcet, Anna Otin
Start:

Auch in ihrem zweiten Film lässt Carla Simón Kinder durch sonnendurchflutete Landschaften streifen. Vor allem aber wirft Alcarràs die ökologische Erneuerung der spanischen Landwirtschaft in eine Großfamilie hinein. Kritik 

Grand Jeté – Kritik

D 2022. Regie: Isabelle Stever. Mit: Sarah Nevada Grether, Emil von Schönfels
Start:

VoD: Den Wertungen und Geschichten davonhüpfen. Die eigentlichen Protagonisten in Grand Jeté sind Nadjas und Marios Körper. Die Hintergründe ihrer inzestuösen Beziehung kümmern den Film wenig. Kritik 

Warten auf Bojangles – Kritik

F, B 2021. Regie: Régis Roinsard. Mit: Romain Duris, Virginie Efira
Start:

Das Leben meistern, indem man es an der Nase herumführt: Der chamäleonhafte George und die manisch-depressive Camille pendeln zwischen Ekstase und Absturz. Warten auf Bojangles liegt mit der Realität genauso im Clinch wie seine beiden Hauptfiguren. Kritik 

Guglhupfgeschwader – Kritik

D 2022. Regie: Ed Herzog. Mit: Sebastian Bezzel, Lisa Maria Potthoff
Start:

VoD: Neues aus Niederaltenkirchen. Diesmal muss Franz Eberhofer einen gewissen Lotto-Otto – der möglicherweise sein Sohn ist – vor Schuldeneintreibern retten. Guglhupfgeschwader versammelt die Stärken und Schwächen der Krimireihe, verzichtet aber glücklicherweise auf jegliche moralische Agenda.  Kritik 

To the Ends of the Earth – Kritik

JP 2019. Regie: Kiyoshi Kurosawa. Mit: Ryo Kase, Shôta Sometani
Start:

Im Karussell des sozialen Unbehagens: Kiyoshi Kurosawa schickt seine junge Protagonistin mit einem scheinbar feindseligen Team zu absurd anmutenden Dreharbeiten nach Usbekistan. To the Ends of the Earth ist ein ruhiger Film, in dem doch allerlei Flieh- und Rotationskräfte wirken. Kritik 

Moneyboys – Kritik

Ö, F, B, TW 2021. Regie: Yilin Bo Chen. Mit: Yufan Bai, Kai Ko
Start:

Sex, Geld, gesellschaftliche Stigmata und ein Generationenkonflikt. Die ruhigen Bilder von Moneyboys werden von brutalen Brechstangen, wiederholten Verhaftungen und familiären Eskalationen gestört – aber auch tanzend in Schwingungen versetzt. Kritik 

Men - Was dich sucht, wird dich finden – Kritik

GB 2022. Regie: Alex Garland. Mit: Jessie Buckley, Rory Kinnear
Start:

Alex Garlands Folk-Horror Men sucht in gleißender UHD-Optik nach den okkulten Wurzeln toxischer Männlichkeit. Dabei ist er in seinen zartesten Momenten am verstörendsten. Kritik 

Pornfluencer – Kritik

D 2022. Regie: Joscha Bongard
Start:

VoD: Sex zwischen Katzen und Kameras. Pornfluencer zeigt den Lebensalltag eines "verified couples" und geht dabei weniger den Umtrieben der Pornoindustrie als einer toxischen Beziehung auf den Grund. Kritik 

Corsage – Kritik

Ö, F, L 2022. Regie: Marie Kreutzer. Mit: Vicky Krieps, Colin Morgan
Start:

VoD: Sissi als Feminist Icon in der Midlife Crisis. Marie Kreutzer lockert die Schnüre von Kaiserin Elisabeths Korsett und spinnt damit Geschichte neu zusammen. Corsage ist Dekonstruktion, aber zugleich eine ernstgemeinte Liebeserklärung. Kritik 

Das Pfauenparadies – Kritik

D, IT 2021. Regie: Laura Bispuri. Mit: Dominique Sanda, Alba Rohrwacher
Start:

Ein domestizierter Pfau will fliegen lernen, die Menschen um ihn herum stehen auch ganz schön unter Spannung. Laura Bispuris Film über eine Familienfeier hat mehr Gespür für die einzelnen Figuren als fürs Kollektiv. Kritik 

Thor 4: Love And Thunder – Kritik

USA 2022. Regie: Taika Waititi. Mit: Karen Gillan, Taika Waititi
Start:

Quietschbunte Gockel-Aliens gegen einen düsteren Voldemort: Taika Waititi dreht in Thor 4: Love and Thunder erst närrisch frei, muss sich dann aber doch einem schwarz-weißen Kampf um die Existenz aller Götter widmen. Kritik