Neu im Kino

Tides - Kampf um die Zukunft – Kritik

D 2021. Regie: Tim Fehlbaum. Mit: Nora Arnezeder, Sarah-Sofie Boussnina
Start:

In Tim Fehlbaums Tides muss sich ein junger Mensch aus dem Weltall zwischen der vom Vater gegründeten dunklen Seite und der hellen entscheiden. Nur das Wattenmeer darf dabei seine Grautöne behalten. Kritik 

Martin Eden – Kritik

IT, F, D 2019. Regie: Pietro Marcello. Mit: Luca Marinelli, Carlo Cecchi
Start:

VoD: Die Welt bestraft den, der ihre Grenzen überschreitet. Der Aufstieg Martin Edens von der Unter- in die Oberschicht hat in Pietro Marcellos Jack-London-Verfilmung die Züge eines tödlichen Krankheitsverlaufs. Kritik 

Promising Young Woman – Kritik

USA, GB 2020. Regie: Emerald Fennell. Mit: Carey Mulligan, Bo Burnham
Start:

Eine Frau sieht rot: Emerald Fennels gerade mit einem Oscar ausgezeichneter Rape-Culture-Revenge-Film wechselt stetig die Tonlage und verläuft sich in Sackgassen. Nur deshalb bekommt Promising Young Woman etwas von seinem Thema zu fassen. Kritik 

Doch das Böse gibt es nicht – Kritik

D, IR, CZ 2020. Regie: Mohammad Rasoulof. Mit: Mahtab Servati, Kaveh Ahangar
Start:

Töten als Knopfdruck nach dem morgendlichen Kaffee: Mohammad Rasoulof exerziert in vier Episoden die Praxis der Todesstrafe im Iran durch. Moralische Fragen sind in Doch das Böse gibt es nicht nur solche der Umsetzung. Kritik 

Kunst kommt aus dem Schnabel wie er gewachsen ist – Kritik

D 2020. Regie: Sabine Herpich
Start:

Wie ein Bild zum Bild wird: Sabine Herpichs neuer Dokumentarfilm über die Berliner Kunstwerkstatt Mosaik ist ein Film gewordener Tag der offenen Tür, an dem nicht zuletzt eine andere Vision des Kunstbetriebs aufscheint. Kritik 

New Order – Die neue Weltordnung – Kritik

MEX, F 2020. Regie: Michel Franco. Mit: Diego Boneta, Naian González Norvind
Start:

Die Verwüstung einer großbürgerlichen Feier als klassenkämpferische Eskalation: Das klingt nach Parasite. Doch Regisseur Michel Franco geht es nicht um die feinen Unterschiede, dafür hat er viel zu viel Spaß an der Eskalation und am Nihilismus. Kritik 

Neubau – Kritik

D 2019. Regie: Johannes Maria Schmit. Mit: Tucké Royale, Monika Zimmering
Start:

Salzgeber Club: Ein queerer junger Mann will der Einöde entfliehen und ab in die große Stadt. Neubau ist kein Film über Brandenburg, kein Film über Berlin, kein Film über eine Transition. Sondern ein Film über den Sommer, über Körper, das Sich-Wohlfühlen in der eigenen Haut. Kritik 

Fabian oder Der Gang vor die Hunde – Kritik

D 2021. Regie: Dominik Graf. Mit: Tom Schilling, Albrecht Schuch
Start:

VoD: Dominik Grafs Kästner-Verfilmung Fabian oder Der Gang vor die Hunde handelt nicht einfach vom Berlin der Weimarer Republik, sondern aus ihrem Geist heraus. Kritik 

Matthias & Maxime – Kritik

CA 2019. Regie: Xavier Dolan. Mit: Harris Dickinson, Xavier Dolan
Start:

VoD: Die Generation der Millennials wird erwachsen, Xavier Dolan würde das lieber verhindern. Matthias & Maxime schließt emotional an Mommy an, als Reigen über Freundschaft kurz vor ihrem Auseinanderbrechen. Wenn da nicht die Liebe wäre. Kritik 

Old – Kritik

USA 2021. Regie: M. Night Shyamalan. Mit: Thomasin McKenzie, Rufus Sewell
Start:

Die Schönheit des bedrohlichen Ahnens: In Old werden Menschen an einen Strand verbannt, um im Schnelldurchlauf zu altern. M. Night Shyamalan erweist sich mal wieder als hemmungsloser Entzauberer, der die Paranoia ebenso liebt wie das Triviale. Kritik 

Orphea – Kritik

D 2020. Regie: Khavn, Alexander Kluge. Mit: Lilith Stangenberg, Ian Madrigal
Start:

Was bleibt übrig, wenn alle Kunst tot ist, alle Revolutionen gescheitert und alle Menschen zu Puppen geworden sind? In Alexander Kluges und Khavns Orphea herrscht wieder das Gesetz des Mythos – mit dem Gesicht einer Frau und in Form von anarchischem Dilettantismus. Kritik 

Der Rausch – Kritik

DK 2020. Regie: Thomas Vinterberg. Mit: Mads Mikkelsen, Thomas Bo Larsen
Start:

Ein Psychologe hat mal behauptet, der Mensch werde mit einem Alkoholdefizit geboren. Thomas Vinterberg gefällt's: Der Rausch ist eine Hommage an unsere liebste Droge, stellt aber auch die Frage, ob wir überhaupt glücklich werden können. Kritik 

Nebenan – Kritik

USA, D 2021. Regie: Daniel Brühl. Mit: Daniel Brühl, Vicky Krieps
Start:

Berlinale Summer Special 2021: Hauptsache mal klare Kante zeigen. Daniel Brühls Regie-Debüt Nebenan lässt gegensätzliche Berliner Gentifizierungsdynamiken aufeinander los und funktioniert vor allem gut für Daniel Brühl. Kritik 

Fast & Furious 9 – Kritik

USA 2020. Regie: Justin Lin. Mit: Lucas Black, Charlize Theron
Start:

In ihrer Insistenz auf Familienbande hat die Fast-&-Furious-Reihe ein Level erreicht, das selbst Star Wars alt aussehen lässt. Zugleich erreicht die Action einen Absurditätsgrad, auf dem auch aus der Komödie Top Secret entlehnte Gags nicht mehr irreal wirken. Kritik 

Minari – Wo wir Wurzeln schlagen – Kritik

USA 2020. Regie: Lee Isaac Chung. Mit: Steven Yeun, Yeri Han
Start:

Lee Isaac Chungs autobiografisch angehauchter Film Minari erzählt von koreanischen Migranten in den USA der 1980er Jahre. Dabei entzieht er sich nonchalant allen Culture-Clash-Klischees: Die Familie Yi erwarten ganz andere Probleme. Kritik 

Bad Luck Banging or Loony Porn – Kritik

RO, CR, CZ, L 2021. Regie: Radu Jude. Mit: Katia Pascariu, Claudia Ieremia
Start:

Auch Radu Judes neuer Film Bad Luck Banging or Loony Porn ist wieder ein filmischer Wirbel der Diskurse. Am Ende steht diesmal nicht das große Theaterstück, sondern eine Shitshow der Elite. Kritik 

Sommer 85 – Kritik

F 2020. Regie: François Ozon. Mit: Valeria Bruni Tedeschi, Melvil Poupaud
Start:

VoD: David und Alexis tanzen, aber nicht mehr zum selben Soundtrack. François Ozons Sommer 85 erzählt von zwei Jungen, die sich rauschhaft ineinander verlieben, aber auf eine jeweils andere Art. Kritik 

The Nest – Alles zu haben ist nie genug – Kritik

GB, CA 2020. Regie: Sean Durkin. Mit: Jude Law, Carrie Coon
Start:

Zurück ins Overlook-Hotel: Sean Durkins The Nest lässt eine amerikanische Familie in ein Haunted House wie aus Shining übersiedeln. Was sie heimsucht, ist aber nichts Übernatürliches, sondern nur der Geist der 1980er Jahre. Kritik 

Das Mädchen und die Spinne – Kritik

CH 2021. Regie: Ramon Zürcher, Silvan Zürcher. Mit: Henriette Confurius, André Hennicke
Start:

Wann endlich bemerken wir, dass alles schwankt? Auch in ihrem zweiten Film arbeiten Roman und Silvan Zürcher akribisch an der Errettung der äußeren Unwirklichkeit. Das Mädchen und die Spinne tauscht dabei nur familiäre gegen libidinöse Bande ein. Kritik