F, B 2017. Regie: Jacques Doillon. Mit: Vincent Lindon, Izïa Higelin Start:
So kann man auch scheitern: Jacques Doillon dreht ein antiklimaktisches Biopic über einen Bildhauer, der sich abmüht, der wahren Gestalt seiner Modelle nahe zu kommen. Kritik
USA, DK 2016. Regie: Jon Nguyen, Rick Barnes .... Mit: David Lynch Start:
Ein Dokumentarfilm folgt David Lynch ins Atelier sowie in die Tiefe des Seins und lässt ihn in eigenen Worten Selbstverrätselung betreiben. Meistens im Bild: Zigarettenrauch und Coke auf viel Eis. Kritik
USA 2017. Regie: David Leitch. Mit: James McAvoy, Sofia Boutella Start:
Ein Film, der gut aussieht und vieles zugleich sein will: Glamour-Agententhriller, weltumspannende Zeitgeschichte und feministischer Actionfilm. Schade nur, dass David Leitch so viel Angst davor hat, sich lächerlich zu machen. Kritik
VoD: Wie geht es nach Toni Erdmann weiter für das deutsche Kino? Valeska Grisebachs Western, der von derselben Produktionsfirma stammt und ebenfalls in Cannes lief, zeigt die erstaunliche Weiterentwicklung der Berliner Schule. Kritik
RO 2017. Regie: Calin Peter Netzer. Mit: Mircea Postelnicu, Diana Cavallioti Start:
Gebracht um die Tragödie, auf die man zuläuft: Călin Peter Netzer lässt Romeo und Julia im psychologischen Realismus ausnüchtern – allerdings nicht unfokussiert. Kritik
HOK, TW 1969. Regie: King Hu. Mit: Tien Peng, Shih Chun Start:
1969 inszenierte King Hu mit Ein Hauch von Zen einen Martial-Arts-Abenteuerfilm, der die Grenzen seines Genres sprengte und sich zu einem Klassiker des Hongkong-Kinos entwickelte. Kritik
IT, F 2016. Regie: Marco Bellocchio. Mit: Bérénice Bejo, Valerio Mastandrea Start:
VoD: Das gestutzte Ornament: Marco Bellocchio steht dem Überschwang des Melodrams seltsam reserviert gegenüber, entwickelt aber gerade in der Trägheit ein unvermutetes Pathos. Kritik
Irgendwie über die Bühne bringen: Nikolaj Arcels Adaption des Romanzyklus von Stephen King, zieht immer hastig weiter, bevor sie irgendeinen Unsinn anrichten kann. Kritik
D, NO 2017. Regie: Thomas Arslan. Mit: Georg Friedrich, Tristan Göbel Start:
Die Leere am eigenen Leib spüren. Thomas Arslan schickt ein voneinander entfremdetes Vater-Sohn-Gespann nach Norwegen. Es hätte ein herzerwärmendes Road Movie werden können. Kritik
2017. Regie: Matt Reeves. Mit: Judy Greer, Chad Rook Start:
Die Zukunft des Planeten gehört den Affen. Mit dem Erbgut von altem, neuem und modernem Hollywood und etwas Verhaltensbiologie wird der dritte Teil des Reboots zum bewegenden Primaten-Melodrama. Kritik
GB, F, USA 2017. Regie: Christopher Nolan. Mit: Tom Hardy, Cillian Murphy Start:
Schon nach einer Viertelstunde ist man völlig erschöpft: In seinem Film über eine spektakuläre Rettungsaktion im Zweiten Weltkrieg immunisiert uns Christopher Nolan gegen seine eigene Großspurigkeit. Kritik
GB 2017. Regie: Edgar Wright. Mit: Lily James, Jon Bernthal Start:
Popmusik als Vermittlerin zwischen Innenwelt und Außenwelt: Edgar Wrights Baby Driver ist ein Film über die Ekstase des Gleichklangs – und die Mühen des Kontrapunkts, die ihm zum Verhängnis werden. Kritik
F 1980. Regie: Claude Pinoteau. Mit: Claude Brasseur, Brigitte Fossey Start:
VoD: Mit dreizehn größer als alle anderen. Claude Pinoteaus La Boum von 1980 beschert noch einmal Nachmittagspartys mit lila Nebel - und eine Sophie Marceau, die noch immer zu jung ist, um wahr zu sein. Kritik
F, GE 2017. Regie: Nana Ekvtimishvili, Simon Groß. Mit: Ia Shugliashvili, Merab Ninidze Start:
Von einer, die auszog, ein Individuum zu sein: Nana Ekvtimishvili und Simon Groß widmen sich nach Die langen hellen Tage wieder der Geschlechterungleichheit und finden Bilder dafür in der, nun ja, Ungleichheit. Kritik
USA, GB, NL 2012. Regie: George Sluizer. Mit: River Phoenix, Jonathan Pryce Start:
Ein verlorener Film wird rekonstruiert. Mit einem interessanten Experiment lässt George Sluizer den verstorbenen River Phoenix wieder auferstehen. Kritik
P, F, BR 2016. Regie: João Pedro Rodrigues. Mit: Paul Hamy, João Pedro Rodrigues Start:
VoD: Der heilige Antonius in der Golden Shower. João Pedro Rodrigues verführt uns mit seinem so rätselhaften wie zugänglichen neuen Film dazu, an das Unglaubliche zu glauben. Kritik
USA 1974. Regie: John Coney. Mit: Barbara Deloney, Sun Ra Start:
Wenn’s auf der Erde nur Krieg und Rassismus gibt, fliehen wir eben ins All: Der Jazz-Musiker Sun Ra hat eine kosmologische Mythologie geschaffen, in der sich der Wunsch nach einem neuen schwarzen Bewusstsein ausdrückt. Ein seltsamer Film aus dem Jahr 1974 ermöglicht nun, ganz in diese Gedankenwelt einzutauchen. Kritik
B, F, L 2016. Regie: Bavo Defurne. Mit: Isabelle Huppert, Johan Leysen Start:
Der belgische Regisseur Bavo Defurne sagt, er wolle mit seinen Filmen „jung und alt glücklich machen“. Ein Bonbon-Kino also? Als Entschädigung singt Isabelle Huppert Chansons und ist dabei wirklich toll. Kritik