Neu im Kino

Die Verführten – Kritik

USA 2017. Regie: Sofia Coppola. Mit: Colin Farrell, Kirsten Dunst
Start:

Endlich mal wieder richtig rausputzen: Ein verletzter feindlicher Soldat bringt in Sofia Coppolas neuem Film die sexuell ausgehungerten Bewohnerinnen einer Mädchenschule gegeneinander auf. Kritik 

Axolotl Overkill – Kritik

D 2017. Regie: Helene Hegemann. Mit: Jasna Fritzi Bauer, Arly Jover
Start:

Rauchen im KZ, Sex mit Minderjährigen, Koksen als Hobby: In ihrem ersten Spielfilm lebt Helene Hegemann ihre Provokationslust aus und inszeniert Berlin als Sündenpfuhl voller kaputter Existenzen. Kritik 

Der Tod von Ludwig XIV. – Kritik

F 2016. Regie: Albert Serra. Mit: Jean-Pierre Léaud, Filipe Duarte
Start:

Faulende Beine, tote Augen – zuckende Wangen, schmatzende Münder. Albert Serra findet das Lebendige im Toten und das Tote im Lebendigen. Kritik 

Life, Animated – Kritik

USA 2016. Regie: Roger Ross Williams. Mit: Jonathan Freeman, Gilbert Gottfried
Start:

Arielle und Aladdin lehren das Leben: In seinem Dokumentarfilm folgt Roger Ross Williams einem jungen Autisten, der durch Disney-Filme zur Sprache findet. Das ist so faszinierend wie befremdlich.  Kritik 

Loving – Kritik

GB, USA 2016. Regie: Jeff Nichols. Mit: Joel Edgerton, Ruth Negga
Start:

Mildred und Richard Loving brachen das Gesetz, weil sie heirateten. Jeff Nichols schenkt diesem Paar einen Film und weiß ganz genau, wo das Lexikon aufhört und das Kino anfängt. Kritik 

Wonder Woman – Kritik

USA 2017. Regie: Patty Jenkins. Mit: Gal Gadot, Chris Pine
Start:

Das Wunder der Empathie: Wonder Woman besinnt sich auf die Schauwerte der Vorlage und bastelt mit Kitsch und Camp an einem Gegenmodell zu den Männlichkeitsbildern der Konkurrenz. Kritik 

Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes – Kritik

2017. Regie: Julian Radlmaier. Mit: Julian Radlmaier, Deragh Campbell
Start:

Und wer macht hier, bitte schön, die dumme Arbeit? In Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes ist Scheitern peinlich und Kommunismus verwirrend. Über einen Film, der weiß, dass man in Deutschland keinen Bock hat auf ästhetisch politisch radikales Zeug. Kritik 

The Dinner – Kritik

USA 2017. Regie: Oren Moverman. Mit: Richard Gere, Laura Linney
Start:

Eine Runde Familienpolitik: Hysterisch lachend lässt Oren Moverman sein weißes Bürgertum vom Dinnertable aufstehen, um in der Vergangenheit zu bohren, Gesetze auf den Weg zu bringen und Hate Crimes zu vertuschen. Kritik 

Ein Kuss von Béatrice – Kritik

F 2017. Regie: Martin Provost. Mit: Catherine Deneuve, Catherine Frot
Start:

Ziemlich beste Freundinnen: Catherine Deneuve und Catherine Frot begleiten einander durch eine von Anfang bis Ende so vorhersehbare wie witzige Katharsis. Kritik 

Die Mumie – Kritik

USA 2017. Regie: Alex Kurtzman. Mit: Sofia Boutella, Tom Cruise
Start:

Wenn man vom Tod nichts weiß: In Die Mumie wird Tom Cruise zum Auserwählten einer Untoten – doch der Film verleugnet die ihm eigentlich innewohnende Morbidität. Kritik 

Beuys – Kritik

D 2017. Regie: Andres Veiel. Mit: Joseph Beuys
Start:

Ernährung durch Kraftvergeudung: Andres Veiel stürzt sich für seinen Film über Joseph Beuys in einen Sturm der medialen Dokumente – und entdeckt, dass es manchmal die Kunst des Selbstverzehrs ist, die wahrhaft bleibende Werke entstehen lässt. Kritik 

Baywatch – Kritik

USA 2017. Regie: Seth Gordon. Mit: Dwayne Johnson, Zac Efron
Start:

Halbgares am Strand: Seth Gordons Baywatch-Reboot entdeckt Diversity, den Männerkörper als Schauwert und bleibt doch ein 1990er-Männermagazin in Hochglanzausgabe. Kritik 

Die Farbe der Sehnsucht – Kritik

D 2016. Regie: Thomas Riedelsheimer
Start:

Dass einer im selben Wind steht wie die anderen, macht ihn nicht weniger allein. Der Dokumentarfilmer Thomas Riedelsheimer reist um die Welt und porträtiert fünf Menschen, die mit der Umgebung hadern, der sie angehören. Kritik 

Song to Song – Kritik

USA 2017. Regie: Terrence Malick. Mit: Natalie Portman, Michael Fassbender
Start:

Man kann in einen Film von Terrence Malick treten und gerät ins Schweben. Aber was tun, wenn man einmal nicht abhebt? Kritik 

Berlin Syndrom – Kritik

AUS, D 2017. Regie: Cate Shortland. Mit: Teresa Palmer, Max Riemelt
Start:

Die Australierin Clare reist nach Berlin, weil sie sich für DDR-Architektur begeistert. Kaum angekommen, lernt sie ein solches Gebäude intensiv kennen – denn ein junger Lehrer sperrt sie darin ein. Kritik 

Alien: Covenant – Kritik

USA 2017. Regie: Ridley Scott. Mit: Katherine Waterston, Michael Fassbender
Start:

Im zweiten Prequel zur Alien-Reihe lässt Ridley Scott Männer gebären und erteilt Kolonialisten einen Denkzettel. Die überraschendste Entscheidung ist aber wohl, dass er einen Maschinen-Herrenmensch ins Zentrum der Erzählung rückt.  Kritik 

National Bird – Kritik

D 2016. Regie: Sonia Kennebeck
Start:

Tod per Knopfdruck: Sonia Kennebeck nähert sich in ihrem Dokumentarfilm dem Präzisionsversprechen des unbemannten Krieges – und vollzieht dabei gleich in zweierlei Hinsicht eine Umkehr des Drohnenblicks.  Kritik 

Nocturama – Kritik

F, D, B 2016. Regie: Bertrand Bonello. Mit: Finnegan Oldfield, Vincent Rottiers
Start:

Dem Terror kein Gesicht geben. Bertrand Bonello zeigt sich in seinem überragenden neuen Film über eine Gruppe junger hipper Staatsfeinde vor allem an der reinen Bewegung der Zerstörung interessiert. Kritik 

Jahrhundertfrauen – Kritik

USA 2016. Regie: Mike Mills. Mit: Elle Fanning, Alia Shawkat
Start:

Genderwahn olé: Mike Mills zerrt seine Kindheit in den 1970ern vor die Kamera und erinnert sich an die letzten Tage von Punk und feministischer Umerziehung. Kritik 

Rückkehr nach Montauk – Kritik

D 2017. Regie: Volker Schlöndorff. Mit: Stellan Skarsgård, Nina Hoss
Start:

Das Versprechen der Zukunft und ihre bittere Enttäuschung: Volker Schlöndorffs Film über eine verlorene Liebe fasst seine Thesen über das Leben gefährlich eng. Kritik 

King Arthur: Legend of the Sword – Kritik

USA, AUS 2017. Regie: Guy Ritchie. Mit: Charlie Hunnam, Annabelle Wallis
Start:

Titanenkämpfe und Goldgeklimper: In Guy Ritchies King Arthur prallen die Rhythmen der Vorzeit und der modernen Großstadt ungehemmt aufeinander. Doch Rhythmen sind eine zerbrechliche Sache. Kritik 

Denk ich an Deutschland in der Nacht – Kritik

D 2017. Regie: Romuald Karmakar. Mit: Ricardo Villalobos, Sonja Moonear
Start:

Astronaut werden oder doch lieber DJ? Romuald Karmakar findet in der aktuellen elektronischen Tanzmusik die Romantiker des 21. Jahrhunderts. Kritik 

Kommunion – Kritik

PL 2016. Regie: Anna Zamecka
Start:

Passionsgeschichte in Close-ups: Die Kamera hält aufs Gesicht einer Vierzehnjährigen, die einen Familienhaushalt schmeißen muss – und bleibt in der Schwebe zwischen unbeteiligter Beobachterin und Erfüllungsgehilfin eines Traums. Kritik 

Get Out – Kritik

USA 2017. Regie: Jordan Peele. Mit: Daniel Kaluuya, Allison Williams
Start:

Ein junger schwarzer Fotograf soll die Eltern seiner weißen Freundin kennenlernen. Der als Komiker bekannte Regisseur Jordan Peele nimmt das in einem der erfolgreichsten US-Horrorfilme aller Zeiten zum Anlass, um das linke Establishment vorzuführen. Kritik