Neu im Kino

Streik – Kritik

F 2018. Regie: Stéphane Brizé. Mit: Vincent Lindon
Start:

Stéphane Brizés neuer Film inszeniert einen monatelangen Streik als ein spektakuläres Trommelfeuer der Worte – verliert das Wichtigste aber aus dem Blick. Kritik 

Ayka – Kritik

RUS, D, PL, VCH, KZ 2018. Regie: Sergei Dvortsevoy. Mit: Samal Yeslyamova
Start:

Muttermilch, die ins Leere läuft: Sergei Dvortsevoy hetzt eine illegalisierte, verschuldete Kirgisin durch ein raues Moskau, während irgendwo ein Baby nach einer Brust schreit. Ayka fährt die härtesten Geschütze auf: Handkamera und Hundewelpen. Kritik 

Border – Kritik

S, DK 2018. Regie: Ali Abbasi. Mit: Eva Melander, Eero Milonoff
Start:

VoD: Eine geruchsbegabte Zollbeamtin ist im falschen Leben gefangen. Das dunkle Märchen Border erzählt von der Suche nach ihrer Identität und lässt dabei Genre- und Geschlechtergrenzen hinter sich. Kritik 

The Wolf House – Kritik

CHI 2018. Regie: Cristóbal León, Joaquín Cociña. Mit: Amalia Kassai, Rainer Krause
Start:

Horror in Stop-Motion: Im Modus des Märchens und mit Pappmaché bewaffnet nähert sich The Wolf House (La Casa Lobo) dem Trauma um die Sekte Colonia Dignidad. Kritik 

Birds of Passage - Das grüne Gold der Wayuu – Kritik

KOL, DK 2018. Regie: Cristina Gallego, Ciro Guerra
Start:

Am Anfang war das Brautgeld. In ihrem epischen Birds of Passage spüren Cristina Gallego und Ciro Guerra den Verkettungen von Ritual und Kapital nach – und finden damit einen Ausweg aus allzu schlichter Kapitalismus- und Kolonialismuskritik. Kritik 

Bildbuch – Kritik

CH, F 2018. Regie: Jean-Luc Godard
Start:

Die Bilder schweigen, Godards Stimme überlagert sich selbst, das Format springt. Willkommen am Ende des Kinos und am Anfang seiner Karriere als Kunst. Kritik 

Talking Money - Rendezvous bei der Bank – Kritik

D 2018. Regie: Sebastian Winkels
Start:

Macht der Form, Form der Macht. Sebastian Winkels Dokumentarfilm Talking Money lässt das Publikum nicht nur auf der Seite der Banker Platz nehmen, sondern auch einen Teil ihrer Arbeit erledigen. Kritik 

Ein Gauner & Gentleman – Kritik

USA 2018. Regie: David Lowery. Mit: Elisabeth Moss, Robert Redford
Start:

Ein Thriller im Retro-Lounge-Modus: David Lowery stellt Robert Redford für dessen vielleicht letzten Auftritt das geeignete Vehikel zur Verfügung. Ein Gauner und ein Gentleman zieht seine Kraft aus dem Vergangenen, blickt aber verträumt nach vorn. Kritik 

Beach Bum – Kritik

2019. Regie: Harmony Korine. Mit: Matthew McConaughey, Snoop Dogg
Start:

Harmony Korines Beach Bum jongliert mit den Versatzstücken einer klassischen Stoner-Komödie – doch unter der Hand gerinnen sie zu einer hassgetränkten Horrorvision. Kritik 

Das Haus am Meer – Kritik

F 2017. Regie: Robert Guédiguian. Mit: Ariane Ascaride, Jean-Pierre Darroussin
Start:

VoD: Wie ein einst paradiesischer Küstenort der Abgeschiedenheit entrissen wird. Robert Guédiguian schaut in Das Haus am Meer auf drei Leben, auf sein Werk, auf die Welt. Kritik 

Wir – Kritik

USA 2019. Regie: Jordan Peele. Mit: Yahya Abdul-Mateen II, Elisabeth Moss
Start:

Home Invasion der Doppelgänger: Auch nach Get Out arbeitet Jordan Peele weiter an seiner Genre-Reflexion über einen Horror namens Amerika. Wir verortet das Grauen exakt zwischen physischem und sozialem Körper. Kritik 

Luz – Kritik

D, E 2018. Regie: Tilman Singer. Mit: Julia Riedler, Jan Bluthardt
Start:

Als eine junge Frau unter Hypnose verhört wird, überlagern Visionen einer verdrängten Vergangenheit die Wirklichkeit. Tilman Singers Luz transzendiert die bundesdeutsche Seele in einen okkulten Horror. Kritik 

Wintermärchen – Kritik

D 2018. Regie: Jan Bonny. Mit: Thomas Schubert, Ricarda Seifried
Start:

VoD: „Wo ist der denn deutsch, Mann?“ Auf der Spur von Neonazis zeigt Jan Bonnys Wintermärchen die Hölle, die das Leben sein kann, wenn man keine Macht hat. Kritik 

Destroyer – Kritik

USA 2018. Regie: Karyn Kusama. Mit: Nicole Kidman, Toby Kebbell
Start:

Karyn Kusamas Neo-Noir Destroyer folgt dem Rachefeldzug einer heruntergekommenen Polizistin wie durch einen Schleier – und ist besessen vom zerschundenen Körper seiner Protagonistin. Nicole Kidman sieht darin aus wie etwas, das der Hund angeschleppt hat. Kritik 

Die Maske – Kritik

PL 2018. Regie: Malgorzata Szumowska. Mit: Mateusz Kościukiewicz, Agnieszka Podsiadlik
Start:

Eine polnische Dorfgemeinschaft baut sich eine Jesusstatue, und Małgorzata Szumowskas satirischer Blick aufs Geschehen bleibt reichlich zerstreut. Mithilfe von Elektropop gelingt Die Maske dann aber doch noch ein mitreißendes Gegenbild. Kritik 

Vom Lokführer, der die Liebe suchte... – Kritik

D, AS 2018. Regie: Veit Helmer. Mit: Predrag 'Miki' Manojlovic, Denis Lavant
Start:

Einen BH hat Lokführer Nurlan schon, fehlt nur noch die Frau. Veit Helmer erzählt in seiner dialogfreien Komödie von Nurlans Suche – und von einer Zeit ohne Sexismus-Debatten. Kritik 

A Young Man with High Potential – Kritik

D 2018. Regie: Linus de Paoli. Mit: Adam Ild Rohweder, Paulina Galazka
Start:

Nach einer Abfuhr zieht ein zorniger junger Mann eine Spur sexueller Gewalt durch ein Studentenwohnheim. A Young Man with High Potential lässt dabei offen, ob wir einem Sündenfall oder der Schaffung eines Übermenschen zusehen. Kritik 

The Sisters Brothers – Kritik

F, E, RO, USA 2018. Regie: Jacques Audiard. Mit: Jake Gyllenhaal, Joaquin Phoenix
Start:

Jacques Audiard braucht keine starken Frauen, um den Chauvinismus des Westerns zu therapieren. Es reichen The Sisters Brothers ein paar schwache Männer und ein Chemiker, der vom Kommunismus träumt. Kritik 

Mid90s – Kritik

USA 2018. Regie: Jonah Hill. Mit: Katherine Waterston, Lucas Hedges
Start:

Rumhängen auf der Karriereleiter der Coolness. Jonah Hills Regiedebüt ist mehr als nur eine liebevolle Hommage an die Skaterkultur der Neunziger. Kritik 

Beale Street – Kritik

USA 2018. Regie: Barry Jenkins. Mit: KiKi Layne, Stephan James
Start:

Nach seinem großen Erfolg mit Moonlight widmet sich Barry Jenkins einem späten Roman von James Baldwin über eine junge Liebe in Harlem. In Beale Street teilen sich Hoffnung und Verzweiflung jedes Bild. Kritik