Neu im Kino

Die Schlösser aus Sand – Kritik

F 2015. Regie: Olivier Jahan. Mit: Emma de Caunes, Yannick Renier
Start:

Ein Wochenende in der Provinz: In einem bretonischen Landhaus reißt Olivier Jahan die alten Wunden eines entfremdeten Paares wieder auf – und kreiert dabei ein beklemmendes Kammerspiel. Kritik 

Wrong Elements – Kritik

F, B, D 2016. Regie: Jonathan Littell
Start:

Der Schriftsteller Jonathan Littell hat einen Film über die Lord’s Resistance Army in Uganda gedreht. Eine monumentale Dokumentation, die das Grauen des Krieges ganz beiläufig entstehen lässt.  Kritik 

Der traumhafte Weg – Kritik

D 2016. Regie: Angela Schanelec. Mit: Thorbjörn Björnsson, Esther Buss
Start:

In Angela Schanelecs neuem Film befinden sich menschliche Gesichter an der Grenze zur Ausdruckslosigkeit. Dahinter verbirgt sich eine Freiheit, die man auf den ersten Blick gar nicht erkennt. Kritik 

The Founder – Kritik

USA 2016. Regie: John Lee Hancock. Mit: Linda Cardellini, Patrick Wilson
Start:

Ein Leben lang am Milchshake nuckeln: The Founder schildert die Entstehung von McDonald’s als Geschichte einer ungehemmten Expansion und erforscht am Rande die Gründe unseres Verlangens nach Nuggets und Happy Meal. Kritik 

Bleed for This – Kritik

USA 2016. Regie: Ben Younger. Mit: Miles Teller, Katey Sagal
Start:

Das prosaische Leben des Profisports: Ben Younger inszeniert das größte Comeback in der Geschichte des Boxsports als heimliches Workout im Keller des Elternhauses. Kritik 

The Birth Of A Nation – Kritik

USA 2016. Regie: Nate Parker. Mit: Colman Domingo, Armie Hammer
Start:

Ein Jahr nach seiner umjubelten Premiere kommt Nate Parkers ambitionierter Film über einen Sklavenaufstand wie ein geprügelter Hund in die deutschen Kinos – nach der enthüllten Verwicklung des Regisseurs in einen Vergewaltigungsfall, einem Flop an den Kassen und einem Kritiker-Backlash. Versuch eines eigenen Bildes. Kritik 

Don't Blink – Robert Frank – Kritik

CA, USA, F 2015. Regie: Laura Israel. Mit: Robert Frank, June Leaf
Start:

Die Aufmerksamkeit wecken, die Aufmerksamkeit zerreiben: Laura Israel montiert ein atemloses Porträt des großen Fotografen, der auf sein eigenes Werk mit der Bohrmaschine losgeht.  Kritik 

Gold – Kritik

USA 2016. Regie: Stephen Gaghan. Mit: Matthew McConaughey, Bryce Dallas Howard
Start:

Die Sehnsucht nach einer Achterbahn: Stephen Gaghans Gold hechelt verbissen dem Rausch einer wilden Fahrt hinterher und verkennt dabei konsequent die müde Seele seiner Hauptfigur. Kritik 

Tiger Girl – Kritik

D 2016. Regie: Jakob Lass. Mit: Robert Maaser, Katja Wagner
Start:

Rein in die Uniformen, raus aus den Uniformen. Jakob Lass’ zweiten Fogma-Film durchzieht eine kriminelle Energie, die seinen Style ein bisschen vor dem Klischee bewahrt. Kritik 

Free Fire – Kritik

F, GB 2016. Regie: Ben Wheatley. Mit: Enzo Cilenti, Sam Riley
Start:

Genre auf einem Reiskorn: Ben Wheatley kocht seine Gangsterkomödie auf eine lange Schießerei herunter – und konzentriert sich dabei so sehr auf sein ironisches Gehabe, dass auch nach tausend Kugeleinschlägen kein Blut fließen will. Kritik 

Ghost in the Shell – Kritik

USA 2017. Regie: Rupert Sanders. Mit: Scarlett Johansson, Michael Pitt
Start:

Mechanische Seelenwanderung: In Ghost in the Shell jagt eine Cyborg-Kampfmaschine einen gewalttätigen Hacker – doch im Kern erforscht der Film die rauschhafte Vorstellung, immer noch man selbst und doch zugleich ein vollkommen anderes Wesen zu sein.  Kritik 

Die versunkene Stadt Z – Kritik

USA 2016. Regie: James Gray. Mit: Charlie Hunnam, Tom Holland
Start:

Wenn man nicht weiß, wohin mit sich, gibt es immer noch den Dschungel: Die versunkene Stadt Z will den Eindruck erwecken, von einer großen Vision geleitet zu sein – und wartet doch nur darauf, dass sich diese Vision irgendwann von selbst einstellt. Kritik 

Die andere Seite der Hoffnung – Kritik

FI, D 2017. Regie: Aki Kaurismäki. Mit: Sherwan Haji, Sakari Kuosmanen
Start:

VoD: Business gehört nicht in die Tiefgarage. Aki Kaurismäkis großartiger Film spielt im Grunde komplett am falschen Platz. Kritik 

I Am Not Your Negro – Kritik

F, USA 2016. Regie: Raoul Peck. Mit: Samuel L. Jackson, James Baldwin
Start:

Worte aus Wut und Hoffnung: In Zeiten wieder aufflammender Rassenkonflikte in den USA wendet sich Raoul Pecks I Am Not Your Negro zurück zum Schaffen James Baldwins. Und findet eine Stimme, die Amerikas Wesen erkennt. Kritik 

Tanna - Eine verbotene Liebe – Kritik

AUS, 2015. Regie: Martin Butler, Bentley Dean. Mit: Mungau Dain, Marie Wawa
Start:

„Denn nie verdarben Liebende noch so wie diese.“ In Tanna spielen die Ureinwohner Vanuatus eine Tragödie der arrangierten Ehe nach. Kritik 

Zazy – Kritik

D 2016. Regie: Matthias X. Oberg. Mit: Paul Boche, Philippe Brenninkmeyer
Start:

Der Zwang zur Überlegenheit: M.X. Obergs Zazy bürdet seiner Hauptfigur eine Rolle auf, die sie nur widerwillig ausfüllt – ein innerer Widerstand, den der Film nie ganz zu fassen bekommt. Kritik 

Life – Kritik

USA 2017. Regie: Daniel Espinosa. Mit: Rebecca Ferguson, Ryan Reynolds
Start:

Innen und außen als allzu menschliche Kategorien: In Daniel Espinosas Weltraumthriller durchbricht eine transparente Alienkrake Knochen und Körpergrenzen.  Kritik 

Rammstein: Paris – Kritik

D 2016. Regie: Jonas Åkerlund. Mit: Richard Kruspe, Paul Landers
Start:

Allmähliche Intimisierung von Band und Zuschauer: Mit offensichtlichem Montagefetisch und dezenten Griffen in die Trickfilmkiste hat Jonas Åkerlund ein Konzert von Rammstein verfilmt. Das Ergebnis ist ein weiteres Indiz für die Entstehung einer neuen Ästhetik des Rockmusikfilms. Kritik 

Orientierungslosigkeit ist kein Verbrechen – Kritik

D 2016. Regie: Marita Neher, Tatjana Turanskyj. Mit: Nina Kronjäger, Anna Schmidt
Start:

Wie lässt sich die „Flüchtlingskrise“ bebildern? Auf der Suche nach einer Haltung folgt Orientierungslosigkeit ist kein Verbrechen zwei sehr unterschiedlichen Frauen nach Griechenland – und übt sich in produktiver Verweigerung. Kritik 

Mit siebzehn – Kritik

F 2016. Regie: André Téchiné. Mit: Sandrine Kiberlain, Kacey Mottet Klein
Start:

VoD: Boys will become Boys, oder wenn die verstörte Mutter lauter Blutergüsse sieht, in denen das Kino längst Knutschflecke erkannt hat. Kritik 

Wilde Maus – Kritik

Ö 2017. Regie: Josef Hader. Mit: Crina Semciuc, Nora von Waldstätten
Start:

Als werde die österreichische Komödie unter die Dusche geschickt. In Josef Haders Regiedebüt sieht man zwar den Prater zu wenig, dafür aber einen Film, in dem es erstaunlicherweise ums Ganze geht. Kritik 

Original Copy – Kritik

D 2015. Regie: Florian Heinzen-Ziob
Start:

Mehr als nur Film: Florian Heinzen-Ziob und Georg Heinzen besuchen ein Lichtspielhaus in Mumbai und zeigen, was Kino für ein vielschichtiger Ort sein kann – oder gewesen sein wird. Kritik 

Kong: Skull Island – Kritik

USA 2017. Regie: Jordan Vogt-Roberts. Mit: Brie Larson, Tom Hiddleston
Start:

Ein Gorilla zwischen Vietnamkrieg und Pastiche: Kong: Skull Island zeigt den größten King Kong, den es je gab, und bombardiert ihn mit so vielen Referenzen, dass er seine eigene Identität vergisst. Kritik 

Moonlight – Kritik

USA 2016. Regie: Barry Jenkins. Mit: Naomie Harris, Mahershala Ali
Start:

Alternative Erzählungen, die keine sind: Moonlight führt die Einschränkungen vor, denen sich ein auf Hollywood angepasstes Drama mehr oder minder freiwillig aussetzt. Über einen Film, der gleichzeitig stimmig ist und das Anderssein des schwarzen, schwulen Protagonisten verleugnet.   Kritik 

Silence – Kritik

USA, IT, JP, MEX 2016. Regie: Martin Scorsese. Mit: Adam Driver, Liam Neeson
Start:

Heilige Mission oder kulturelles Kräftemessen? Martin Scorsese schickt einen portugiesischen Priester ins Herz der japanischen Christenverfolgung. Kritik 

Die Frau im Mond – Kritik

F 2016. Regie: Nicole Garcia. Mit: Marion Cotillard, Louis Garrel
Start:

In Nicole Garcias Melodram leidet eine Frau gewaltig an der Liebe und an ihren Nerven – und sollte vielleicht einfach mal stoßlüften. Kritik 

Logan - The Wolverine – Kritik

USA 2017. Regie: James Mangold. Mit: Hugh Jackman, Patrick Stewart
Start:

American Recordings: In Logan durchstreifen die müden Superhelden vergangener Tage ein eigenschaftsloses Amerika auf der Suche nach einem Ort fürs eigene Grab – und sehnen sich dabei immer auch danach, das eigene filmische Abbild endlich abzustreifen. Kritik 

Certain Women – Kritik

USA 2016. Regie: Kelly Reichardt. Mit: Kristen Stewart, Michelle Williams
Start:

In großartigen 16mm-Bildern erzählt Kelly Reichardt von vier Frauen aus Montana. Ein Film über Begehren und Enttäuschungen, über stille Wut und das Zurechtkommen – der ganz nebenbei und ohne Predigt auch den stummen Zwang der Geschlechterverhältnisse in den Blick nimmt. Kritik 

Little Men – Kritik

USA, GR 2016. Regie: Ira Sachs. Mit: Greg Kinnear, Paulina Garcia
Start:

Klassenkampf im gleichen Haus: Ira Sachs erzählt auf Kinderhöhe von Gentrifizierung. Kritik