USA 2017. Regie: Gore Verbinski. Mit: Jason Isaacs, Dane DeHaan Start:
Gore Verbinski schickt einen Workaholic auf einen Zauberberg, wo die Sinne getäuscht werden und von wo keiner mehr zurückkommt. Final Boy meets Final Girl, und sie fahren Fahrrad. Kritik
Es knistert weiter zwischen Politik und Ästhetik: Hitlers Hollywood erinnert daran, wie Propaganda wirkt. Aber manchmal gerät auch die aus dem Rhythmus. Kritik
USA, AUS, GB 2016. Regie: Garth Davis. Mit: Rooney Mara, Nicole Kidman Start:
Keiner verlässt ungerührt den Saal! In Garth Davis’ Verfilmung eines autobiografischen Bestsellers geht ein Kind im Zug verloren und wandert durch ein Kino-Indien, in dem alles vor Sinn glüht. Kritik
USA 2016. Regie: Denzel Washington. Mit: Denzel Washington, Viola Davis Start:
Bilder nur der Deutlichkeit wegen: Denzel Washington umzäunt seine Adaption eines Stücks von August Wilson und lässt noch nicht einmal das Kino hinein. Kritik
GB 2017. Regie: Danny Boyle. Mit: Ewan McGregor, Robert Carlyle Start:
Danny Boyles T2-Trainspotting bringt die angestaubte Ästhetik seines Vorgängers zum Tanzen, indem er uns die alten Melodien vorpfeift. Dabei nimmt er auf unverhoffte Weise von der Europäischen Union Abschied. Kritik
RO, D 2016. Regie: Radu Jude. Mit: Serban Pavlu, Sofia Nicolaescu Start:
Makabre Freude am Wälzen im Schlamm: Der rumänische Regisseur Radu Jude zeigt das Leben in einem der Welt entrückten Sanatorium als exzentrische Gesellschaft von Todgeweihten. Kritik
GB, USA, VCH 2016. Regie: Ang Lee. Mit: Kristen Stewart, Vin Diesel Start:
Ist Kino Wahrheit, 120 Mal in der Sekunde? Ang Lee beleuchtet mit digital aufgedonnerter Ästhetik eine PR-Tour der US-Army – und stellt im grellen Schimmer des Flutlichts eines Footballstadions das Verhältnis zwischen Heldentum und Kriegstrauma zur Disposition. Kritik
Ein Plädoyer für filmische Zeitlichkeit: Philip Scheffner zerdehnt einen dreiminütigen Videoclip von einem Flüchtlingsboot - und ermöglicht auf der Tonspur, was im Bild unmöglich erscheint. Kritik
D, F 2016. Regie: Bruno Dumont. Mit: Juliette Binoche, Valeria Bruni Tedeschi Start:
Sprechen in einer Sprache, die keiner spricht, Betonen, wie es keiner tut, Gehen, als hätte man es völlig verlernt: Die feine Gesellschaft ist Körperschauspiel auf Amphetaminen und Sedativen zugleich. Kritik
USA, CHI 2016. Regie: Pablo Larraín. Mit: Natalie Portman, Greta Gerwig Start:
So geht Biopic. Pablo Larraíns Jackie würfelt die Zeiten durcheinander, reißt Lücken in die Erzählung und verschiebt gekonnt die Aufmerksamkeiten, um darüber zu spekulieren, wie es sich anfühlt, First Lady ohne President zu sein. Kritik
F, D 2016. Regie: Wim Wenders. Mit: Sophie Semin, Reda Kateb Start:
Erschaffung und Erschlaffung des Wortes: Wim Wenders überführt das gleichnamige Theaterstück des österreichischen Schriftstellers Peter Handke in einen 3D-Film und fügt dem eine Reflexion über das künstlerische Schöpfen hinzu. Kritik
USA 2016. Regie: Mel Gibson. Mit: Luke Pegler, Andrew Garfield Start:
Der Glaube als bloße Devotionalie: Mel Gibsons Film über einen Gewaltverweigerer im Kampfeinsatz betrachtet den Zweiten Weltkrieg als großes religiöses Dilemma, verlässt dabei aber nie die Bahnen eines treuherzigen Nihilismus. Kritik
USA 2016. Regie: Kenneth Lonergan. Mit: Casey Affleck, Michelle Williams Start:
VoD: It’s a Man’s Pain. In seinem dritten Film umkreist Kenneth Lonergan einmal mehr ein traumatisches Ereignis und versucht sich an der Reparatur eines Männerlebens. Keine leichte Aufgabe. Kritik
Hölle ist dort, wo ein Film sich selbst verleugnet: Stefan Ruzowitzkys Die Hölle – Inferno schämt sich so sehr vor den eigenen Genremotiven, dass er sie ständig verstecken muss. Kritik
Schreie und Bewegungen: In seiner Adaption eines Marius-von-Mayenburg-Stücks wirft der russische Regisseur Kirill Serebrennikov einen christlichen Fundamentalisten in eine russische Schule und schaut, was passiert. Kritik
USA 2017. Regie: D.J. Caruso. Mit: Ruby Rose, Samuel L. Jackson Start:
Vin Diesel als Zwölfjähriger im Action-Wunderland: xXx – Die Rückkehr des Xander Cage gibt sich als dritter Teil des Vin-Diesel-Franchises und verleugnet dabei seine wahren Vorgängerfilme. Kritik
USA 2016. Regie: David Mackenzie. Mit: Chris Pine, Ben Foster Start:
Einsame Cowboys, weit weg von zu Hause: In Hell or High Water bäumt sich der alte Wilde Westen noch einmal auf. Man hört es im Lachen von Jeff Bridges, bevor es in ein Schluchzen umschlägt. Kritik
USA 2016. Regie: Damien Chazelle. Mit: Ryan Gosling, Emma Stone Start:
Das wird man ja wohl noch träumen dürfen! Damien Chazelles Hommage ans gute alte Musical ist eine ziemlich autoritäre Feier künstlerischer Freiheit und Romantik geworden. Kritik
ROK 2016. Regie: Park Chan-wook. Mit: Ha Jung-woo, Kim Min-hee Start:
Getäuschte Täuschungen. Park Chan-wook lässt sein Personal niederträchtig mit der Liebe spielen und verirrt sich einmal kurz in die Perspektive einer Vagina. Kritik
Das Bild einer Familiengemeinschaft, die bis in die Welt der Geister reicht. Rund um ein Haus in Vietnam erzählt dieser aufmerksam beobachtete Dokumentarfilm eine Migrationsgeschichte aus der Sicht derer, die nicht ausgewandert sind. Kritik