Neu im Kino

A Cure for Wellness – Kritik

USA 2017. Regie: Gore Verbinski. Mit: Jason Isaacs, Dane DeHaan
Start:

Gore Verbinski schickt einen Workaholic auf einen Zauberberg, wo die Sinne getäuscht werden und von wo keiner mehr zurückkommt. Final Boy meets Final Girl, und sie fahren Fahrrad. Kritik 

Hitlers Hollywood – Kritik

D 2017. Regie: Rüdiger Suchsland
Start:

Es knistert weiter zwischen Politik und Ästhetik: Hitlers Hollywood erinnert daran, wie Propaganda wirkt. Aber manchmal gerät auch die aus dem Rhythmus.  Kritik 

Neruda – Kritik

AR, CHI, E, F 2016. Regie: Pablo Larraín. Mit: Gael García Bernal, Alfredo Castro
Start:

Eine Party von einem Film: Pablo Larraín stößt den großen chilenischen Dichter nicht vom Sockel, nimmt aber das Denkmal auseinander. Kritik 

Lion - Der lange Weg nach Hause – Kritik

USA, AUS, GB 2016. Regie: Garth Davis. Mit: Rooney Mara, Nicole Kidman
Start:

Keiner verlässt ungerührt den Saal! In Garth Davis’ Verfilmung eines autobiografischen Bestsellers geht ein Kind im Zug verloren und wandert durch ein Kino-Indien, in dem alles vor Sinn glüht. Kritik 

Fences – Kritik

USA 2016. Regie: Denzel Washington. Mit: Denzel Washington, Viola Davis
Start:

Bilder nur der Deutlichkeit wegen: Denzel Washington umzäunt seine Adaption eines Stücks von August Wilson und lässt noch nicht einmal das Kino hinein.  Kritik 

Elle – Kritik

F, D, B 2016. Regie: Paul Verhoeven. Mit: Isabelle Huppert, Christian Berkel
Start:

Wenn eine Vergewaltigung zum Rollenspiel wird. Paul Verhoeven knüpft mit einem fulminanten neuen Film an sein Kino der dunklen Obsessionen an. Kritik 

T2: Trainspotting 2 – Kritik

GB 2017. Regie: Danny Boyle. Mit: Ewan McGregor, Robert Carlyle
Start:

Danny Boyles T2-Trainspotting bringt die angestaubte Ästhetik seines Vorgängers zum Tanzen, indem er uns die alten Melodien vorpfeift. Dabei nimmt er auf unverhoffte Weise von der Europäischen Union Abschied. Kritik 

Scarred Hearts – Vernarbte Herzen – Kritik

RO, D 2016. Regie: Radu Jude. Mit: Serban Pavlu, Sofia Nicolaescu
Start:

Makabre Freude am Wälzen im Schlamm: Der rumänische Regisseur Radu Jude zeigt das Leben in einem der Welt entrückten Sanatorium als exzentrische Gesellschaft von Todgeweihten. Kritik 

The Salesman – Kritik

IR, F 2016. Regie: Asghar Farhadi. Mit: Shahab Hosseini, Taraneh Alidoosti
Start:

Schuld und Sühne im Schuss-Gegenschuss. Asghar Farhadi hat etwas über Differenzierung zu sagen, dabei aber nur den Effekt im Sinn. Kritik 

Die irre Heldentour des Billy Lynn – Kritik

GB, USA, VCH 2016. Regie: Ang Lee. Mit: Kristen Stewart, Vin Diesel
Start:

Ist Kino Wahrheit, 120 Mal in der Sekunde? Ang Lee beleuchtet mit digital aufgedonnerter Ästhetik eine PR-Tour der US-Army – und stellt im grellen Schimmer des Flutlichts eines Footballstadions das Verhältnis zwischen Heldentum und Kriegstrauma zur Disposition. Kritik 

Havarie – Kritik

D, F 2016. Regie: Philip Scheffner
Start:

Ein Plädoyer für filmische Zeitlichkeit: Philip Scheffner zerdehnt einen dreiminütigen Videoclip von einem Flüchtlingsboot - und ermöglicht auf der Tonspur, was im Bild unmöglich erscheint. Kritik 

Die feine Gesellschaft – Kritik

D, F 2016. Regie: Bruno Dumont. Mit: Juliette Binoche, Valeria Bruni Tedeschi
Start:

Sprechen in einer Sprache, die keiner spricht, Betonen, wie es keiner tut, Gehen, als hätte man es völlig verlernt: Die feine Gesellschaft ist Körperschauspiel auf Amphetaminen und Sedativen zugleich. Kritik 

Jackie – Kritik

USA, CHI 2016. Regie: Pablo Larraín. Mit: Natalie Portman, Greta Gerwig
Start:

So geht Biopic. Pablo Larraíns Jackie würfelt die Zeiten durcheinander, reißt Lücken in die Erzählung und verschiebt gekonnt die Aufmerksamkeiten, um darüber zu spekulieren, wie es sich anfühlt, First Lady ohne President zu sein. Kritik 

Die schönen Tage von Aranjuez – Kritik

F, D 2016. Regie: Wim Wenders. Mit: Sophie Semin, Reda Kateb
Start:

Erschaffung und Erschlaffung des Wortes: Wim Wenders überführt das gleichnamige Theaterstück des österreichischen Schriftstellers Peter Handke in einen 3D-Film und fügt dem eine Reflexion über das künstlerische Schöpfen hinzu. Kritik 

Hacksaw Ridge – Kritik

USA 2016. Regie: Mel Gibson. Mit: Luke Pegler, Andrew Garfield
Start:

Der Glaube als bloße Devotionalie: Mel Gibsons Film über einen Gewaltverweigerer im Kampfeinsatz betrachtet den Zweiten Weltkrieg als großes religiöses Dilemma, verlässt dabei aber nie die Bahnen eines treuherzigen Nihilismus. Kritik 

Manchester by the Sea – Kritik

USA 2016. Regie: Kenneth Lonergan. Mit: Casey Affleck, Michelle Williams
Start:

VoD: It’s a Man’s Pain. In seinem dritten Film umkreist Kenneth Lonergan einmal mehr ein traumatisches Ereignis und versucht sich an der Reparatur eines Männerlebens. Keine leichte Aufgabe. Kritik 

Die Hölle – Kritik

D, Ö 2017. Regie: Stefan Ruzowitzky. Mit: Violetta Schurawlow, Tobias Moretti
Start:

Hölle ist dort, wo ein Film sich selbst verleugnet: Stefan Ruzowitzkys Die Hölle – Inferno schämt sich so sehr vor den eigenen Genremotiven, dass er sie ständig verstecken muss. Kritik 

Personal Shopper – Kritik

F 2016. Regie: Olivier Assayas. Mit: Kristen Stewart, Lars Eidinger
Start:

Mit A-Schauspiel und B-Plot zu C-Buhrufen. Ein Plädoyer für Assayas und einen herrlichen Film über die Zerstreuung. Kritik 

Der die Zeichen liest – Kritik

RUS 2016. Regie: Kirill Serebrennikov. Mit: Yuliya Aug, Viktoriya Isakova
Start:

Schreie und Bewegungen: In seiner Adaption eines Marius-von-Mayenburg-Stücks wirft der russische Regisseur Kirill Serebrennikov einen christlichen Fundamentalisten in eine russische Schule und schaut, was passiert. Kritik 

xXx 3 – Die Rückkehr des Xander Cage – Kritik

USA 2017. Regie: D.J. Caruso. Mit: Ruby Rose, Samuel L. Jackson
Start:

Vin Diesel als Zwölfjähriger im Action-Wunderland: xXx – Die Rückkehr des Xander Cage gibt sich als dritter Teil des Vin-Diesel-Franchises und verleugnet dabei seine wahren Vorgängerfilme. Kritik 

Hell or High Water – Kritik

USA 2016. Regie: David Mackenzie. Mit: Chris Pine, Ben Foster
Start:

Einsame Cowboys, weit weg von zu Hause: In Hell or High Water bäumt sich der alte Wilde Westen noch einmal auf. Man hört es im Lachen von Jeff Bridges, bevor es in ein Schluchzen umschlägt. Kritik 

Die Blumen von gestern – Kritik

Ö, D, F 2016. Regie: Chris Kraus. Mit: Adèle Haenel, Hannah Herzsprung
Start:

Täterenkel trifft Opferenkelin, eine ergiebige Konstellation für explodierende Traumata und einen rückwirkenden Schuldabbau. Kritik 

La La Land – Kritik

USA 2016. Regie: Damien Chazelle. Mit: Ryan Gosling, Emma Stone
Start:

Das wird man ja wohl noch träumen dürfen! Damien Chazelles Hommage ans gute alte Musical ist eine ziemlich autoritäre Feier künstlerischer Freiheit und Romantik geworden. Kritik 

Die Taschendiebin – Kritik

ROK 2016. Regie: Park Chan-wook. Mit: Ha Jung-woo, Kim Min-hee
Start:

Getäuschte Täuschungen. Park Chan-wook lässt sein Personal niederträchtig mit der Liebe spielen und verirrt sich einmal kurz in die Perspektive einer Vagina. Kritik 

Ein Haus in Ninh Hoa – Kritik

D 2016. Regie: Philip Widmann
Start:

Das Bild einer Familiengemeinschaft, die bis in die Welt der Geister reicht. Rund um ein Haus in Vietnam erzählt dieser aufmerksam beobachtete Dokumentarfilm eine Migrationsgeschichte aus der Sicht derer, die nicht ausgewandert sind. Kritik