Kino-Empfehlungen

American Splendor – Kritik

USA 2003. Regie: Shari Springer Berman, Robert Pulcini. Mit: Paul Giamatti, Hope Davis, Harvey Pekar
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American Splendor ist die Verfilmung des Lebens von Harvey Pekar, der durch seine autobiografischen Comics zum amerikanischen Antihelden und zur Kultfigur der Undergroundszene wurde. Dem Regieduo Shari Springer Berman und Robert Pulcini ist dabei eine mehrfach ausgezeichnete Mischung aus interessantem Spielfilm und informativer Dokumentation über den neurotischen Comic-Autor gelungen. weiter 

Fünf mal Zwei – Kritik

F 2004. Regie: François Ozon. Mit: Valeria Bruni-Tedeschi, Stéphane Freiss
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In umgekehrter Chronologie erzählt Ozon die fünf wichtigsten Momente im gemeinsamen Leben von Gilles und Marion, von der Scheidung bis zum Kennenlernen. Mit hervorragenden Darstellern und einem verblüffend einfachen Plot überzeugt der Film auch stilistisch als Zitat unterschiedlicher ästhetischer Strömungen. weiter 

Struggle – Kritik

Ö 2003. Regie: Ruth Mader. Mit: Aleksandra Justa, Gottfried Breitfuß
Start:

Der Debütfilm der österreichischen Regisseurin Ruth Mader schildert die politisch-wirtschaftliche und die zwischenmenschliche Ausbeutung. Sie erzählt in schneidend kalten Bildern ein komplexes Drama menschlicher Existenz und entlässt den Zuschauer mit dem Paradox einer pessimistischen Hoffnung. Dem auf wichtigen Festivals ausgezeichnetem Film sind viele Zuschauer zu wünschen. weiter 

Flammend’ Herz – Kritik

D, CH 2004. Regie: Andrea Schuler, Oliver Ruts. Mit: Herbert Hoffmann, Karlmann Richter, Albert Cornelissen
Start:

Die drei fast 90jährigen Protagonisten von Flammend’ Herz, dem berührenden Debütfilm von Oliver Ruts und Andrea Schuler, haben eine sehr spezielle Leidenschaft: das Tätowieren. Sie hat sie zusammengebracht und verbindet sie bis heute. Der Film lässt die Männer selbst ihre Geschichten erzählen, immer auf der Suche nach einem erfüllten, selbst bestimmten Leben. Auf der Berlinale 2004 wurde Flammend’ Herz mit dem von einer deutsch-französischen Jugendjury vergebenen Preis „Dialogue en Perspective“ ausgezeichnet. weiter 

Agnes und seine Brüder – Kritik

D 2004. Regie: Oskar Roehler. Mit: Martin Weiß, Moritz Bleibtreu, Herbert Knaup
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VoD: Ganz ohne Sozialkitsch oder moralische Keule inszeniert Oskar Roehler in seinem neuesten Werk eine Kritik deutscher Befindlichkeit. Mit Spaß und Gefühl werden die Geschichten dreier Geschwister erzählt, die auf der Suche nach ihrem Lebensglück sind. Zusammen bieten sie ein tiefgründiges Gesellschaftsporträt unserer Gegenwart. weiter 

Land of Plenty – Kritik

D, USA 2004. Regie: Wim Wenders. Mit: John Diehl, Michelle Williams
Start:

Der in kürzester Zeit entstandene Film Land of Plenty ist der bisher politischste von Wim Wenders. Er zeigt die Armut im Land des Überflusses und paraphrasiert das paranoide Verhalten Amerikas zur Welt und den blinden Patriotismus einiger Amerikaner. weiter 

La Mala Educación – Schlechte Erziehung – Kritik

E 2004. Regie: Pedro Almodóvar. Mit: Fele Martínez, Gael García Bernal, Daniel Giménez Cacho
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La mala educación (Schlechte Erziehung) erzählt eine verschachtelte Geschichte über Leidenschaft, Schuld und Unschuld, Heilige und Huren. Im Mittelpunkt stehen zwei Männer, die sich als Kinder in einer Klosterschule kennen gelernt haben und sich nach 20 Jahren wieder begegnen. weiter 

The Fog of War – Kritik

USA 2003. Regie: Errol Morris. Mit: Robert McNamara
Start:

Die elf Lehrsätze des früheren amerikanischen Verteidigungsministers Robert McNamara, zusammengestellt von der Dokumentarikone Errol Morris, kunstvoll arrangiert mit der Musik seines langjährigen Weggefährten Philip Glass und bereits ausgezeichnet mit dem Oscar. Die dadurch geschürten Erwartungen werden nicht enttäuscht in einem der Filmhighlights des Spätsommers. weiter 

Collateral – Kritik

USA 2004. Regie: Michael Mann. Mit: Tom Cruise, Jamie Foxx, Jada Pinkett Smith, Mark Ruffalo
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Als das Opfer eines Killers aus dem Fenster und auf ein Taxi fällt, muss dieser improvisieren. Von diesem Moment an wird seine nächtliche Tour mit dem Fahrer des Wagens zur Odyssee zweier Männer am Scheideweg. weiter 

Sommersturm – Kritik

D 2004. Regie: Marco Kreuzpaintner. Mit: Robert Stadlober, Kostja Ullmann
Start:

Ein Mädchen verliebt sich in einen Jungen, der in seinen besten Freund verliebt ist, der seine eigene Freundin sehr liebt. Sommersturm erzählt mit einem herausragenden Ensemble junger Schauspieler die Geschichte von Tobi, der sich seinem besten Freund Achim offenbart und gleichzeitig erste Glücksmomente als geouteter Schwuler erlebt. Natürlich ist der autobiographisch inspirierte Film von Marco Kreuzpaintner auch pathetisch - aber er berührt. weiter 

Anything Else – Kritik

USA, F, NL, GB 2003. Regie: Woody Allen. Mit: Christina Ricci, Jason Biggs
Start:

Woody Allen hat sich in seinem neuen Film zwar eine ganz andere Rolle geschrieben als sonst, aber insgesamt scheint der Film wie seine Klassiker der späten Siebziger: vor New Yorker Kulisse analysieren witzige Dialoge zwischenmenschliche Beziehungen (diesmal die von Jason Biggs und Christina Ricci). Auf den zweiten Blick aber entpuppt sich der Film als ironischer Kommentar zu den Schriftstellerträumen eines Jungautors – und dem ganzen Film selbst! weiter 

Oldboy – Kritik

ROK 2003. Regie: Park Chan-wook. Mit: Choi Min-sik, Yoo Ji-tae, Gang Hye-jung
Start:

Die Manga-Adaption Oldboy ist der zweite Teil einer Rachetrilogie des koreanischen Regisseurs Park Chan-Wook, der den Blutreigen vor zwei Jahren mit Boksuneun nani geot (Sympathy for Mr. Vengeance) eröffnet hatte. In diesem Jahr erhielt Oldboy den renommierten Spezialpreis der Jury, die Silberne Palme von Cannes – zurecht, wie gleichzeitig schockierte, irritierte und gefesselte Kinobesucher attestieren werden. weiter