Oscars 2012: Alles wie gehabt

Es gab mal wieder keine großen Überraschungen bei der 84. Verleihung der Academy Awards. Gewonnen haben die Favoriten, nominiert waren ohnehin die üblichen Konsens-Filme. Meryl Streep hat natürlich den Darstellerpreis für ihre Darstellung von Margaret Thatcher in Die eiserne Lady bekommen, Hugo Cabret mehrere Auszeichnungen in den technischen Kategorien und Woody Allen, dessen konsequente Abwesenheit mittlerweile zum Running Gag geworden ist, für Midnight in Paris den Preis für das Beste Originaldrehbuch.

Gerade bei den männlichen Darstellern war es erstaunlich, wie sehr bei den Oscars auf aktuelle Trends gepfiffen wird. Die beiden Senkrechtstarter des letzten Jahres, Ryan Gosling (Drive) und Michael Fassbender (Shame), wurden erst gar nicht nominiert. Dagegen ist es schon eine kleine Revolution, dass der Stummfilm The Artist der Abräumer des Abends ist. Schließlich ist es an einem Ort, wo amerikanisches Kino meist unter sich bleibt, keine Selbstverständlichkeit, dass Hauptpreise wie Bester Film, Beste Regie und Bester Hauptdarsteller an eine französisch-belgische Koproduktion gehen. Am Auslandsoscar für das iranische Scheidungsdrama Nader und Simin - Eine Trennung lässt sich nicht viel meckern und Querkopf Terrence Malick (Tree of Life) ging bei der Preisverleihung, wie erwartet, leer aus.

Kommentare zu „Oscars 2012: Alles wie gehabt“

Es gibt bisher noch keine Kommentare.






Kommentare der Nutzer geben nur deren Meinung wieder. Durch das Schreiben eines Kommentars stimmen sie unseren Regeln zu.