Nippon Connection 2015

Vom 2. bis 7. Juni wird in Frankfurt am Main wieder das japanische Kino gefeiert. Neben einem Querschnitt der aktuellen Filmproduktion steht auch eine Retrospektive des Regisseurs Shinji Somai auf dem Programm.

Kuime

Jedes Jahr widmet sich die Nippon Connection für ein verlängertes Wochenende dem japanischen Kino. Dass das Festival bereits zum 15. Mal stattfindet, verdankt es vor allem den zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeitern. Und auch, wenn der Blick hier manchmal etwas beschränkt zu sein scheint und vor allem auf das Niedliche und Durchgeknallte gerichtet ist, gibt es doch immer wieder gute Gründe die Nippon Connection zu besuchen. In diesem Jahr ist das etwa Masahi Yamamotos beachtenswerter Sekten-Film The Voice of Water (Mizu no koe wo kiku), Takashi Miikes Meta-Kabuki-Horror Over Your Dead Body (Kuime) sowie Shinya Tsukamotos Fires on the Plain (Nobi) ein Remake des gleichnamigen Films von Kon Ichikawa. Interessantes wird es wohl auch in der Reihe Nippon Visions zu entdecken geben, die sich dem unabhängigen und experimentelleren Schaffen aus Japan annimmt. Ein wenig Glamour versprüht dagegen Stargast Tadanobu Asano, der mittlerweile auch in Hollywoodfilmen wie Thor (2011) und Battleship (2012) zu sehen ist.

Shinji Somai

Die eigentliche Attraktion ist jedoch wie immer die kleine, aber feine Retrospektive, die in Zusammenarbeit mit der Japan Foundation entstanden ist. In diesem Jahr widmet sie sich dem Schaffen von Shinji Somai, der zwischen 1980 und 2000 flexibel zwischen verschiedenen Genres wechselte, dabei aber oft den Lebens- und Gefühlswelten Jugendlicher verpflichtet blieb. Neun seiner Filme stehen in Frankfurt auf dem Programm, sieben davon werden auf 16 beziehungsweise 35mm präsentiert. Und wie die Erfahrung gezeigt hat, sind die Kopien der Japan Foundation eigentlich immer in erstklassigem Zustand.

Das gesamte Programm gibt es hier

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