Globians Doc Fest Berlin 2011
Wer Black Narcissus von Powell & Pressburger (1947) gesehen hat, der vergisst diesen Film nicht so schnell. Das liegt weniger an der Handlung (irgendetwas über Nonnen in Indien, über Leidenschaft und Besessenheit), sondern vielmehr an den Bildern – und also an dem Kameramann Jack Cardiff, der in britischen Studios ein künstliches Technicolor-Himalaya filmte. Er verlieh Black Narcissus eine farbig-mythische Qualität, von der man auch im CGI-Zeitalter noch gefesselt ist. Cardiff bekam für seine Arbeit damals einen Oscar. Die seltene Gelegenheit, mehr über ihn zu erfahren, bietet das 7. Globians Dokumentarfilmfestival in Berlin, das am 11. August beginnt. Zur Eröffnung am Donnerstagabend läuft die exzellente Dokumentation Cameraman: The Life & Work of Jack Cardiff (UK, 2010):
Auf Umwegen passend zu obigem Rekurs liegt der Schwerpunkt des Hauptrogramms auf Indien, dieses Mal dem tatsächlichen Land, nicht der Studio-Fantasie. Als Festival, das sich den Weltkulturen verschrieben hat, zeigt das Globians zahlreiche Dokumentationen über das Leben der Menschen in der aufstrebenden Weltmacht. Weitere Überschriften von Programmreihen lauten "Denk' mal nach! - Wer sind wir im 21. Jahrhundert?" und "Leben in den italienischen Bergen".
Globians Dokumentarfilmfestival, Kino Toni, Berlin-Weißensee, 11. bis 17. August
Zum Programm des Festivals (PDF)




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