Doku.Arts 2015
Vom 9. bis zum 27. September präsentiert das Berliner Festival Doku.Arts wieder Dokumentarfilme über Kunst. Der Fokus liegt in diesem Jahr auf der Architektur.

Seit seiner Gründung im Jahr 2006 konzentriert sich das Doku.Arts-Festival auf Dokumentarfilme über Kunst. Dabei geht es nicht nur um die bloße Beschäftigung mit künstlerischen Schaffensprozessen sowie die sozialen und politischen Bedingungen, unter denen Kunst entsteht, sondern auch um die verschiedenen filmischen Möglichkeiten, mit denen sich Regisseure diesem Themenkomplex nähern. Ab dem 9. September findet das Berliner Festival nun wieder statt – und grenzt seinen Themenbereich im Vergleich zum Vorjahr noch stärker ein: Im Fokus steht diesmal die Architektur.

Die 15 Langfilme, die präsentiert werden, beschäftigen sich mit sehr unterschiedlichen Formen des Bauens. In Thomas Hirschhorn – Gramsci Monument soll der gleichnamige Schweizer Künstler ein Monument in einem New Yorker Problembezirk errichten und zeigt sich dabei wenig zimperlich im Umgang mit den Anwohnern. The Chinese Mayor erzählt dagegen von einem ehrgeizigen Bürgermeister, der aus der vermeintlich hässlichsten Stadt der Erde einen kulturellen Pilgerort machen will. Wer gerade Hannes Langs I Want to See the Manager im Kino gesehen hat, wird in Torre David ein überraschendes Déjà-vu erleben. Das unfertige Hochhaus in Caracas, das von den Armen der Stadt besetzt wird und den optimistischen Schlusspunkt in Langs Endzeitvision bildet, steht hier im Mittelpunkt eines eigenen Films. Eröffnet wird das Festival mit Austerlitz, der sich dem gleichnamigen Roman von W.G. Sebald widmet und den immer wieder mit faszinierender körperlicher Präsenz agierenden Denis Lavant in der Titelrolle zeigt. Doku.Arts läuft bis zum 27. September im Zeughauskino.



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