Deutscher Filmpreis 2011: Nominierungen

Keinerlei Überraschungen beim Deutschen Filmpreis 2011. Mit einem neuen Verfahren wollte die Deutsche Filmakademie ihre Nominierungen differenzierter auswählen. Dem ersten Anschein nach ist dies nun gescheitert. Das eingeführte Punktesystem, mit dem die Akademie-Mitglieder einzelne Leistungen bewerten können, sollte vom Prinzip her dafür sorgen, dass Entscheidungen nicht nach einem einfachen Mehrheitsprinzip fallen. Die Nominierungen in den Hauptkategorien sprechen allerdings eine andere Sprache: Arrivierte Produzenten und Regisseure sowie gefällige Filme dominieren das Feld. Tom Tykwers Drei geht mit sechs Nominierungen ins Rennen, jeweils fünf Nominierungen erhalten Vincent will mehr von Ralf Huettner, Wer wenn nicht wir von Andres Veiel und Chris Kraus' Poll. In dieser Reihe ist der ästhetisch ambitionierte Poll der Außenseiter, wurde folglich aber auch nicht für den Preis als bester Spielfilm nominiert. Neben den drei anderen genannten Filmen konkurrieren noch Almanya, Der ganz große Traum und Goethe! um den Hauptpreis. Für eine Akademie, die in ihrer Videopräsentation als ersten Til Schweiger zu Wort kommen lässt, sind diese Ergebnisse – die das Autorenkino größtenteils links liegen lassen – aber vielleicht zufriedenstellend.

Liste aller Nominierungen

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