Der Essayfilm – sichtbares Denken

Am Wochenende versucht eine Berliner Veranstaltung mit Vorträgen, Gesprächen und Filmvorführungen ein Phänomen zu greifen, ohne ihm dabei seine charakteristische Offenheit zu nehmen.

Der Essayfilm ist eine seltsame Gattung: Häufig zu fiktional, um noch richtig dokumentarisch zu sein, und von einem Spannungsverhältnis aus abstrakten Fragestellungen und der Subjektivität der Macher bestimmt. Für die vom 19. bis 21. Oktober stattfindende Veranstaltung „Der Essayfilm – sichtbares Denken“ haben Heiner Mühlenbrock und Cecilia Valenti ein Programm aus Vorträgen, Gesprächen und Filmvorführungen zusammengestellt, um diesem filmischen Phänomen auf die Spur zu kommen. Und so wie sich der Essayfilm nur schwer kategorisieren lässt, so soll auch die Diskussion darüber offen bleiben – an der Veranstaltung sind denn auch Teilnehmer aus unterschiedlichen Disziplinen, aus der Theorie ebenso wie der Praxis, beteiligt.

Auf dem Programm stehen etwa Filme wie Mühlenbrocks Vor allen Augen (1982/90), Dónal Foremans The Image You Missed sowie kürzere Arbeiten von Mark Rappaport und Jean-Luc Godard. Außerdem wird es Vorträge von Bazon Brock und Klaus Theweleit geben sowie Diskussionen über den „Stellenwert des Essayfilms in den Fernsehredaktionen“, die „essayistische Arbeit in der Medienkunst“ und über Festivals und Filmhochschulen als Plattformen für den Essayfilm.

Das gesamte Programm findet sich hier: https://denkerei-berlin.de/kalender/?id=1284

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