20. dokumentarfilmwoche hamburg
Das Festival in der Hansestadt widmet sich ab heute wieder dem „formal und inhaltlich anspruchsvollen Dokumentarfilm“. Aktuelle Produktionen stehen dabei ebenso auf dem Programm wie Werke von großen Dokumentaristen wie Peter Nestler, Tamara Trampe und Klaus Wildenhahn.

Seit 2016 verzichtet die dokumentarfilmwoche hamburg auf einen Wettbewerb und verschiedene Sektionen und zeigt seine Mischung aus historischen und aktuellen Produktionen stattdessen ohne Hierarchien. Einige Schwerpunkte lassen sich trotzdem ausmachen. So wird diesmal etwa die 2021 verstorbene Regisseurin Tamara Trampe mit ihren zwei Filmen Weiße Raben – Alptraum Tschetschenien (2005) und Meine Mutter, ein Krieg und Ich (2014) sowie einer Podiumsdiskussion gewürdigt.
Außerdem auf dem Programm steht eine Auswahl an Filmen aus der Region, Klaus Wildenhahns dreiteiliger Der Hamburger Aufstand von 1923 (1971) über die letzten Überlebenden eines gewaltsamen Arbeiterprotests und mehrere Filme über Sinti und Roma; darunter zwei jüngere Regiearbeiten von Peter Nestler. Unter den neuen Produktionen befindet sich etwa Die toten Vögel sind oben, in dem sich Regisseurin Sönje Storm dem Nachlass ihres Urgroßvaters widmet, der als Bauer die Natur seiner schleswig-holsteinischen Umgeburg fotografisch archivierte. Anne Küper sah darin „fotografische Visionen, die nach Wahrhaftigkeit streben, vielleicht eher Entwürfe, nicht bloß Rückblicke, sondern ein Ausblick auf sich öffnende Horizonte“.
Zum gesamten Programm geht es hier.




Kommentare zu „20. dokumentarfilmwoche hamburg“
Es gibt bisher noch keine Kommentare.