Zwölf Winter

Der Film beginnt wie die GEZ-Kinowerbung: Happy-Birthday-Singen im Knast. Doch Mike (Jürgen Vogel) weiß instinktiv, was der Besuch seiner Freundin eigentlich bedeutet. Diese Szene wird sich am Ende des Films spiegeln.

Zwölf Winter

Bis dahin narren Mike und Klaus (Axel Prahl) die gesamten 90er Jahre über Polizei und Banken. In den Polizeiermittlern Prothmann (Wotan Wilke Möhring) und Geugis (Matthias Koeberlin) finden sie schließlich ebenbürtige Gegenspieler.

Autor Thomas Stiller nimmt sich viel Zeit, ehe er das „EK Winter“ überhaupt einführt. Das ist der Orientierung an tatsächlichen Ereignissen geschuldet, die den Film zuweilen ausbremst und unrhythmisch erscheinen lässt. Doch in anderen Momenten reicht Zwölf Winter weit über diesen quasi-semi-Biopic-Charakter hinaus. Motive aus klassischen amerikanischen oder französischen Gangsterdramen verstellen nur selten den Blick auf den eigenen provinziellen Touch, der Zwölf Winter, unabhängig von seinem Wahrheitsanspruch, einen authentischen Kosmos entwerfen lässt. Stillers für das Fernsehen gedrehter Genrebeitrag kommt ohne TV-Normierungen aus, findet elegante Bilder und weiß sich auf das harmonierende Duo Vogel/Prahl zu verlassen. Höhepunkt der Inszenierung ist eine im deutschen Programm selten gesehene Suspense-Sequenz. (sk)

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