Zatoichi - Der blinde Samurai

zatoichi

‚Beat’ Takeshi Kitano tauscht seine Revolver gegen ein Schwert ein und spielt Zatoichi, den berühmtesten Samurai der japanischen Filmgeschichte, einen Mythos, dessen Wiederauflage er auch gleich selbst inszeniert. Neu sind die blondweißen Haare des Helden, die ihn vom Zatoichi-Dauerdarsteller Shintaro Katsu optisch abheben, sowie die übermächtige Präsenz eines digitalen Rottones, der seine Künstlichkeit gar nicht erst verbergen möchte. Das Blut spritzt dann auch recht reichlich infolge von den präzise angesetzten Schwerthieben des blinden Masseurs, für die er so berühmt ist. Die Darstellung von Gewalt in Zatoichi (2003) setzt sich in ihrer Form jedoch von der in anderen Kitano-Filmen ab. Dem Regisseur geht es hier um einen Einklang der Bewegungen, deren scheinbare Leichtigkeit er mit dem Soundtrack genauso untermalt wie mit einer Gegenüberstellung des Balletts der Schwertkämpfer mit dem der Bauern und Dorfbewohner, die nicht selten auf dem Feld in Tanz ausbrechen. (kst)

Sendetermine

Nacht von Mo auf Di, 26.12-27.12.2011, 02:25 Uhr, Tele 5

Fr 23.12.2011, 22:25 Uhr, Tele 5

Mo 14.03.2011, 22:15 Uhr, Tele 5

Fr 11.03.2011, 23:00 Uhr, Tele 5

Fr 15.01.2010, 22:00 Uhr, Tele 5

Nacht von Sa auf So, 17.10-18.10.2009, 01:00 Uhr, ZDF

Fr 18.09.2009, 22:25 Uhr, 3 Sat

Nacht von Mi auf Do, 20.06-21.06.2007, 00:15 Uhr, ZDF

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Kommentare zu Zatoichi - Der blinde Samurai

Martin Z. 19.09.2009 10:27

Die Story an sich ist schlicht und clichéhaft, aber wie sie erzählt wird, ist schon interessant. Natürlich kämpft ein Samurai immer für die Schwachen und Benachteiligten und hier soll er auch noch blind sein… Die Kampfszenen mit den Schwertern erreichen oft Terence-Hill-und-Bud-Spencer Niveau. Wie so oft gibt es kein richtiges Happy End wie im europäischen Film, aber alles ist am Ende F.F.E. Und dann kommt auch noch ein philosophischer Nachschlag hinterher. Hauptdarsteller und Regisseur Takeshi Kitano sagt am Ende „Selbst mit weit geöffneten Augen sehe ich gar nichts.“ Nachdem also die Frage, ob Blinde oder Nicht-Blinde besser sehen geklärt ist, bleibt ja nur noch das Hören, und zwar das von Musik, zu der man dann am Ende nur noch tanzen kann. Im Gegensatz zu anderen Kitano-Filmen ist dieser Film eher eindimensional, aber nicht schlecht.

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