Willenbrock
In seiner Adaption eines Romans von Christoph Hein beschränkt sich Andreas Dresen ganz auf die zwischenmenschlichen Beziehungen seiner Charaktere, und spart dabei die politischen Motive der Vorlage weitestgehend aus.

Willenbrock ist ein Magdeburger Gebrauchtwagenhändler, der es gewohnt ist, in Job und Privatleben alles zu seiner persönlichen Zufriedenheit zu arrangieren. Neben seiner Ehe jongliert er mit gleich zwei Affären, und das langsame Implodieren seiner vermeintlich sicheren Lebenssituation bemerkt er erst, wenn sie von außen, in der Form von gewaltsamen Einbrechern, bedroht wird. Dresens Kameramann Michael Hammon bleibt in Willenbrock (2005) zunächst ganz nah bei den Protagonisten. Verloren scheinen sie erst in den Bildern, wenn sie die Brüche in ihrer Existenz verinnerlicht haben, ein Umschwung, den auch die Schauspielkunst Axel Prahls beeindruckend suggeriert. (kst)
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