Wer hat Angst vor Virginia Woolf?

In Mike Nichols Adaption des Edward-Albee-Stücks liefern sich zwei Eheleute einen erbitterten Krieg, in dem besonders die ungewöhnlich unglamouröse Elizabeth Taylor hervorsticht.

Wer hat Angst vor Virginia Woolf

Mit fünf Auszeichnungen war Wer hat Angst vor Virginia Woolf? (Who’s Afraid of Virginia Woolf, 1966) einer der großen Oscar-Sieger 1967 und der erfolgreichste Film der Warner Studios 1966. Einen ähnlichen Erfolg sollte Nichols nur noch einmal mit seinem Nachfolgefilm Die Reifeprüfung (The Graduate, 1967) erzielen. In seiner Theaterverfilmung treiben sich Liz Taylor und Richard Burton, die zum Zeitpunkt der Dreharbeiten tatsächlich ein Paar waren, mit perfiden Wortgefechten der gegenseitigen Zerstörung entgegen. Der Regisseur hält sich sehr eng an die Vorlage, und so bleibt das Anwesen der beiden, das von innen mindestens genauso verkommen erscheint wie die Ehe der Hauptfiguren, der fast einzige Schauplatz. Dadurch gelingt es Nichols umso mehr, eine dramaturgische Klimax aufzubauen, in der das gesamte Ensemble – neben Taylor und Burton noch George Segal und Sandy Dennis in den Rollen des jüngeren Paars Nick und Honey –, immer grausameren Demütigungen ausgesetzt wird. (jlo)

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