Wer früher stirbt ist länger tot

Wenn man im Leben zu viel gesündigt hat und einen in Alpträumen die Vorstellung plagt, im Fegefeuer zu schmoren, wird man am besten unsterblich. So sieht es zumindest der elfjährige Protagonist in Marcus H. Rosenmüllers Komödie Wer früher stirbt ist länger tot.

Wer früher stirbt ist länger tot

In einem malerischen bayerischen Dorf kann man es sich als Kind auf ganz ursprüngliche Weise gut gehen lassen und die Zeit mit allerhand Unsinn vertreiben. Doch als Sebastian Schneider (Markus Krojer) eines Tages zufällig die Kaninchen seines großen Bruders tötet, wirft dieser ihm vor, ein Mörder zu sein, und darüber hinaus, ihre Mutter, die bei seiner Geburt starb, auf dem Gewissen zu haben. Das nimm sich der - teils übermäßig naive aber dadurch umso charmantere - Elfjährige sehr zu Herzen. Mit allerhand Ratschlägen der Kneipenbesucher seines Vaters und des Dorfpfarrers macht er sich auf die Suche nach Unsterblichkeit.

Mit viel Fantasie zeigt Regisseur Marcus H. Rosenmüller die Erwachsenenwelt aus der Perspektive des Jungen. Die Naturaufnahmen in der bayerischen Idylle als Gegenstück zu den theatralisch inszenierten Szenen des Jüngsten Gerichtes lassen den Film weit über das Heimatfilm-Genre hinaus zu einer schwarzen Komödie wachsen. Wer früher stirbt ist länger tot gewann 2007 gleich in mehreren Sektionen den Deutschen Filmpreis, darunter auch für die beste Regie und das Drehbuch. (svs)

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Foto: © ARD

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