Ulrich Seidl: Jesus, Du weißt
Nachdem Ulrich Seidl bereits Tierliebhaber, Models und Vergnügungsparkjunkies auf ihre Handlungsmotivation untersucht hat, befragte er 2003 eine Gruppe von Christen nach ihrem Gottesbild. Die Trennungslinie zwischen Künstlichkeit und Authentizität gestaltet Seidl in seinen Dokumentationen ja bekanntermaßen stets mehr als dünn, und Jesus, Du weißt reiht sich hier nur ein. In formal strengen Bildkompositionen gewährt der Film bewusst fragmentarische Einblicke in die individuellen Glaubenswelten der Protagonisten und erzielt dadurch eine Art entfremdete Intimität, die charakteristisch für alle Werke des Österreichers ist (kst)
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