Streik

Sergej Eisensteins ersten Film Streik (Stachka, 1925, davor drehte er lediglich einen obskuren fünfminütigen Kurzfilm als Teil eines Theaterprojekts) darf man zu den überragenden Debütwerken der Filmgeschichte zählen.

Streik

Eisensteins Chronik eines Arbeitskampfs in einer Fabrik etabliert die Montageästhetik des frühen sowjetischen Kinos bereits in ihren Grundzügen. Die filmtheoretische Forschungsarbeit des Regisseurs stand allerdings noch an ihrem Anfang. In seinen frühen Schriften entwickelte Eisenstein die Idee von einer „Montage der Attraktionen“, ein Konzept, das noch sehr direkt auf einem behavioristischen Modell aufbaut und dem Zuschauer theoretisch wenig Freiheiten oder auch nur Initiative belässt. Aber anders als einige spätere Filme, insbesondere Oktober (Oktyabr, 1928) und Die Generallinie (Staroye i novoye, 1929) ist Streik noch nicht in erster Linie verfilmte Theorie. Statt dessen entwickelt Eisenstein seine Didaktiken äußerst frei und spielerisch, der Blick der Kamera ist nicht selten dokumentarisch-neugierig. (sk)

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