München
Während Steven Spielbergs Indiana Jones 4: Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels so langsam in den deutschen Kinos ausläuft, zeigt ProSieben am sonntäglichen Spielfilmabend zur Prime Time den Vorgänger. München (Munich, 2004) ist vermutlich Spielbergs künstlerisch größter Wurf seit Der weiße Hai (Jaws, 1975). Die Rachegeschichte wirkt teilweise wie eine Fortsetzung von Kevin MacDonalds großartigem Dokumentarfilm Ein Tag im September (One Day in September, 1999). Nur, dass Spielbergs auf einem umstrittenen Roman basierende Fiktion mit einer ungewöhnlichen Zeitstruktur aufwartet. Einzelne, beinahe episodisch wirkende Sequenzen, die zum Teil großartig komponiert und von klirrender Suspense sind, gehen über in ein Gesamtgefühl, dass von der Verirrung der Protagonisten zeugt. Die werden verkörpert von Daniel Craig, Ciaran Hinds, Hanns Zischler, Mathieu Kassovitz und allen voran der überragende Eric Bana. Hinzu gesellen sich in Nebenrollen unter anderem Geoffrey Rush, Michael Lonsdale, Moritz Bleibtreu, Meret Becker, Valeri Bruni Tedeschi, Yvan Attal, sowie die beiden Entdeckungen Ayelet Zurer und Marie-Joseé Croze. (sk)
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