Revanche

Götz Spielmann gelang mit diesem oscarnominierten, eleganten (Anti-)Thriller der internationale Durchbruch.

Revanche

Der Film ist um den Gegensatz von rauhem Großstadtleben im kriminellen Milieu auf der einen und einer gemächlichen, wohlbehüteten, ein wenig engstirnigen Existenz auf dem Land herum konstruiert. Konstruiert durchaus im starken Sinn, denn Spielmanns Film versteckt nie die artifiziellen Mechanismen seiner Plotkonstruktion, in der es um Prostituierte geht und um Drogenkuriere, um einen Autounfall und um einen Racheplan. Spielmanns Film steht, ähnlich wie der hervorragende Vorgänger Antares - Studien der Liebe (2004), quer zu den dominanten Strömungen im österreichischen Kino (Haneke, Seidl, Albert). Ein Kino der Struktur, keines der Moral, ein Kino der Mechanik, keines der Authentizität, ein Kino des Handwerks nahe am Genre und weit entfernt vom Handkamera-Neorealismus unserer Tage. (sk)

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