Der weite Ritt - Director’s Cut

Peter Fondas Regiedebüt Der weite Ritt (The Hired Hand, 1971) leuchtet in der Erinnerung wie das sonnenreflektierende Wasser in der visuell spektakulären Eingangssequenz.

Der weite Ritt

Drei reitende Männer – ein Genrestandard. Doch was die Linsen von Sonne und Wasser einfangen, mag so gar nicht in den Western passen, weist und ragt über ihn hinaus. Kameramann Vilmos Zsigmond kam gerade von einem anderen Post-Western, Robert Altmans McCabe & Mrs. Miller (1971). Ihm, daraus hat Fonda nie einen Hehl gemacht, ist die unvergleichliche Optik des Films zu verdanken, die sich deutlich von anderen New-Hollywood-Western wie denen Sam Peckinpahs oder Monte Hellmans unterscheidet. Im Geiste ist Der weite Ritt ihnen allerdings deutlich verwandt – und in der Besetzung. An der Seite des hier selbst agierenden Fonda reitet Warren Oates, eine Ikone dieser Epoche. Die von ihnen verkörperten Männer werden bis zum Letzten ihre gegenseitige Loyalität erforschen. Koste es, was es wolle. (sk)

Sendetermine

, 3Sat

, 3sat

Kommentare zu „Der weite Ritt - Director’s Cut“


Martin Z.

Der heimkehrende Cowboy Peter Fonda wird nach 7 Jahren von der verlassenen Ehefrau nicht gerade mit offenen Armen empfangen. Aber sehr sensibel wird die erneute Annäherung geschildert. Dann muss er sich zwischen einer gewachsenen Männerfreundschaft und dem gerade wiedergefundenen Glück im trauten Heim entscheiden.
Die Zeit zwischen den handlungsarmen Szenen wird durch wunderschöne fast elegische Bilder und einem gut dazu passenden Soundtrack überbrückt.
Peter Fonda hat 1971 einen außergewöhnlichen Western abgeliefert. – völlig off-mainstream – bleibt er bis zum finalen Showdown konsequent. Ein optischer und akustischer Leckerbissen für Leute, die es ruhig mögen und die sich bei den üblichen Western mit viel Geballer und Happyend langweilen.






Kommentare der Nutzer geben nur deren Meinung wieder. Durch das Schreiben eines Kommentars stimmen sie unseren Regeln zu.