Heaven’s Gate

Die schwierige Produktionsgeschichte, der Misserfolg an den Kinokassen und bei der amerikanischen Kritik, das Ende von United Artists und New Hollywood – sein Ruf eilt Michael Ciminos Monumentalwerk Heaven’s Gate (1980) voraus.

Michael Cimino: Heaven's Gate

In der Retrospektive ist gerade das Aufsehen kaum nachvollziehbar, das amerikanische Kritiker seinerzeit um Heaven’s Gate veranstalteten. Ciminos Spätwestern handelt von den „Johnson County Wars“, in deren Zuge reiche Rinderbarone im Namen der feierlich bestehenden Ordnung und Zivilisiertheit osteuropäische Einwanderer umbringen ließen, die sich zur Ernährung ihrer Familien des Viehdiebstahls schuldig gemacht hatten. Dabei war Cimino sicherlich nicht der erste Regisseur, der auf solch dunkle Kapitel der nordamerikanischen Geschichte hinwies und eine grundlegende Mythenentkleidung betrieb. In der fast vierstündigen Fassung des Films zeigt sich folgerichtig jene unerbittliche Sorgfalt, mit der Cimino seine Vision mit Kameramann Vilmos Zsigmond auf die Leinwand bringt. Herausgekommen sind Bilder von majestätischer Anmut und tiefem Pessimismus. (kst)

Foto: © RBB/Degeto

Sendetermine

So 12.07.2009, 20:15 Uhr, Das Vierte

Sa 22.11.2008, 23:40 Uhr, RBB

Nacht von Fr auf Sa, 10.10-11.10.2008, 01:20 Uhr, ARD

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