Quai des brumes

Der "Poetische Realismus" war eine kurzlebige, aber filmhistorisch äußerst einflussriche Strömung im französischen Vorkriegskino. Marcel Carnes Meisterwerk ist neben Julien Duviviers Pepe le Moko der quintesentielle Film dieser Epoche.

Quai des brumes

Gleichzeitig glänzt Jean Gabin in einer Paraderolle: In Le quai des brumes gibt Gabin den melancholischen Deserteur Jean, der eines Nachts in Le Havre anlangt und eigentlich nichts weiter im Sinn hat, als so schnell wie möglich das Land zu verlassen. Doch in der chronisch nebelverhangenen Hafenstadt lernt er die junge Nelly kennen und schon bald sieht er sich in eine Eifersuchtsgeschichte verwickelt, aus der nicht alle Beteiligten lebendig heraus finden werden. 

Dank atmosphärischer Kameraarbeit und einer nihilistischen Grundstimmung ist Le quai des brumes so etwas wie eine Blaupause für den romantischen Flügel des Film noir. Der Zynismus so mancher amerikanischer Filme aber ist Carne zutiefst fremd, seine Sympathien gehören ganz und gar der sehenden Auges auf den Abgrund zusteuernden Hauptfigur. (lf)

Sendetermine

, Arte

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