Lady Chatterley

D.H. Lawrence versuchte sich gleich dreimal an der Geschichte von Lady Chatterley. Es war seine letzte Romanfassung, Lady Chatterley’s Lover (1928), die für den Skandal sorgte, Pascale Ferran jedoch nimmt sich in ihrem Césargewinner aus dem Jahre 2006 der zweiten an, John Thomas and Lady Jane (1927). Der Stoff über eine wohlhabende Dame, die sich einer Affäre mit dem angestellten Wildhüter hingibt, schien ein wenig zum Klischee verkommen zu sein, eine Entwicklung, an der einige Softcoreadaptionen nicht ganz unschuldig waren. In den Händen von Ferran wird daraus ein vielschichtiges Werk, dem es gelingt, in tableauartigen, oft nüchternen Bildern eine Art von Sinnlichkeit herauszuarbeiten, die mit der plakativen Rhetorik der Vorgänger rein gar nichts zu tun hat. Das ZDF zeigt Lady Chatterley leider nur in einer gekürzten Schnittfassung. (kst)
Seite druckenFoto: © ZDF und Nathalie Eno
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