Krzysztof Kieslowski: Drei Farben-Trilogie

Kieslowskis Dekalog (1988-1989) dramatisierte die Zehn Gebote, anschließend widmete er sich mit ebenso großem Erfolg und seiner charakteristischen Mischung aus Skepsis und Humanismus einer Umsetzung der Ideale der Französischen Revolution. Drei Farben: Blau (Trois couleurs: Bleu, 1993), der erste Teil von Kieslowskis Trilogie, ist eine faszinierende Studie über Freiheitskonzepte in der modernen Gesellschaft und schafft mit Farbgebung und Musik einen ganz subjektiven Leinwandkosmos: Nach dem Unfalltod ihrer Familie versucht sich Julie Vignon (Juliette Binoche) eine neue, anonyme Existenz in Unabhängigkeit von ihrem früheren Leben zu erschaffen. In der schwarzen Komödie Drei Farben: Weiß (Trzy kolory: Bia?y, 1993) untersucht Kieslowski Vorstellungen von politischer und persönlicher Gleichheit im Polen seiner Zeit und am Beispiel eines Mannes, der gerade von seiner Ehefrau verlassen wurde. Ein unsentimentaler Film mit gegen Ende ebenso lyrischen Momenten. Der das Ideal von Brüderlichkeit behandelnde Drei Farben: Rot (Trois couleurs: Rouge, 1994) beschließt die Trilogie und ist womöglich ihr Meisterwerk: Der Regisseur taucht hier in verschiedene Leben ein, zentriert sich aber maßgeblich auf die Begegnung zwischen einem jungen Model und einem alternden Richter. Kieslowskis letzter Film vor seinem Tod im Jahre 1996 besticht durch formale Brillanz, die die abstrakten Entwürfe von heutigen Entfremdungsformen mit großer Klarheit illustriert. (kst)
Foto: © Arte F
Sendetermine
Mo 25.02.2008, 21:00 Uhr, Arte
Mo 18.02.2008, 22:30 Uhr, Arte
Mo 18.02.2008, 21:00 Uhr, Arte
BERLINALE 2012

Unser Special zur Berlinale 2012 - schon jetzt mit Trailern und Vorab-Infos zu den Filmen! www.critic.de/berlinale/
Aktuelle Filme
Dame, König, As, Spion
R: Tomas Alfredson
Die Summe meiner einzelnen Teile
R: Hans Weingartner
Panik im Needle Park
R: Jerry Schatzberg
Neu im Kino
02.02.2012
Die Summe meiner einzelnen Teile
R: Hans Weingartner
Dame, König, As, Spion
R: Tomas Alfredson
Moneyball
R: Bennett Miller
26.01.2012
Michael
R: Markus Schleinzer
Ein riskanter Plan
R: Asger Leth
The Artist
R: Michel Hazanavicius
Arirang
R: Kim Ki-duk
Drive
R: Nicolas Winding Refn
19.01.2012
Amer - Die dunkle Seite deiner Träume
R: Bruno Forzani, Hélène Cattet
Kriegerin
R: David Wnendt
J. Edgar
R: Clint Eastwood
Faust
R: Aleksandr Sokurov
Mein liebster Alptraum
R: Anne Fontaine
Once Upon A Time in Anatolia
R: Nuri Bilge Ceylan
Die Muppets
R: James Bobin
Demnächst im Kino
Der Junge mit dem Fahrrad
R: Jean-Pierre Dardenne, Luc Dardenne
Hugo Cabret
R: Martin Scorsese
Die Unsichtbare
R: Christian Schwochow
In Darkness
R: Agnieszka Holland
Don 2
R: Farhan Akhtar
Take Shelter
R: Jeff Nichols
Shame
R: Steve McQueen
Beauty
R: Oliver Hermanus
Das Turiner Pferd
R: Béla Tarr
Der Schnee am Kilimandscharo
R: Robert Guédiguian
Viva Riva
R: Djo Munga
Der Preis
R: Elke Hauck
Der perfekte Ex
R: Mark Mylod
Der König von Bastøy
R: Marius Holst
Kill Me Please
R: Olias Barco
Martha Marcy May Marlene
R: Sean Durkin
Das Leben gehört uns
R: Valérie Donzelli
Beloved
R: Christophe Honoré
The Yellow Sea
R: Na Hong-jin
Aktuell im TV
Berlin is in Germany
So 05.02, 21:40 Uhr, kultur (ZDF digital)
Goldenes Gift
So 05.02, 23:45 Uhr, BR
Motel
Mi 08.02, 22:10 Uhr, Kabel Eins
Waltz with Bashir
Nacht von Mi auf Do, 08.02-09.02., 02:00 Uhr, arte










Kommentare zu Krzysztof Kieslowski: Drei Farben-Trilogie
Es gibt bisher noch keine Kommentare.
Hinterlassen Sie hier Ihre Meinung oder Anmerkungen zu Krzysztof Kieslowski: Drei Farben-Trilogie. Kommentare werden in der Regel innerhalb eines Tages freigeschaltet.
Kommentar schreiben