Der geteilte Himmel

Die DEFA-Legende Konrad Wolf geriet mit Der geteilte Himmel (1964) schnell ins Fadenkreuz der zeitgenössischen staatlichen Kritik.

Konrad Wolf: Der geteilte Himmel

Bestimmte Feinheiten in Regie und Drehbuch sind dieser also nicht entgangen, obwohl das Werk das sozialistische Gesellschaftsmodell nicht etwa bedingungslos, grundsätzlich in Frage stellt. Wie die Romanvorlage von Christa Wolf präsentiert der Film die Ereignisse in chronologischer Retrospektive und verdeutlicht am Beispiel eines auf die Trennung zusteuernden Paares die Gegenentwürfe der ost- und westdeutschen Gesellschaft. Die Entwicklungen, die sich im Privaten abzeichnen, stehen so in direktem Verhältnis zum übergreifenden Kontext der deutsch-deutschen Teilung, das Ende der Beziehung wird mit dem Mauerbau schließlich gar zementiert. Ein behutsamer, unsentimentaler Film, der einen genauen Blick auf seine Figuren und deren Umfeld wagt und dabei formal mit seinen Schwarz-Weiß-Bildern betört. ()

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