Kommissar Süden und der Luftgitarrist

„Nein danke, ich stehe lieber.“

Kommissar Sueden und der Luftgitarist

Wie so oft bei Dominik Graf wähnt man sich als Zuschauer zunächst in sicheren Genre-Gefilden. Doch plötzlich beginnt der sprichwörtliche feste Boden unter den Füßen aufzuweichen. Kommissar Süden und der Luftgitarrist (2008) ist, wie viele Arbeiten des Regisseurs, ein Polizeifilm, der das wohlvertraute Milieu regelgetreu konstituiert, um dann aus seinen Gesetzmäßigkeiten auszubrechen. Man folgt den verschrobenen Figuren des Tabor Süden (Ulrich Noethen) und seines Kollegen Heuer (Martin Feifel) durch eine ungewöhnlich konstruierte Erzählung, in der zwei unterschiedliche Fälle des Münchner Teams geschildert werden. Fast en passant blitzen dabei surreal anmutende Szenen auf, wenn Heuer beispielsweise beim Training des FC Bayern München ein pantomimisches Fußballspiel vollführt. Graf macht nicht einfach nur Genrefilme, er spielt mit ihnen. Dafür gab es 2010 sieben Grimme-Preise. (jlo)

Sendetermine

, 3sat

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