Jekyll

James Nesbitts hervorragende Nicholson`esque Darstellung des Mr. Hyde ist nur einer von vielen Gründen sich die neue literaturbasierte BBC Miniserie auf ARTE anzusehen.

Jekyll

Jekyll (2007) zeigt in albtraumhaften Sequenzen den inneren Kampf Dr. Tom Jackmans mit seiner dunklen Seite ´Billy` Hyde, die im Verlauf der Serie immer häufiger und unkontrollierter Besitz von ihm ergreift. Mithilfe seiner zwielichtigen Assistentin Katherine und zwei Detektivinnen versucht der Wissenschaftler dem Geheimnis seiner Identität auf die Spur zu kommen, während sein Vorhaben von zunächst unbekannter Seite sabotiert wird.

Robert Louis Stevensons Roman Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde (The Strange Case of Dr. Jekyll and Mr. Hyde, 1886) dient einmal mehr als Drehbuchvorlage. In der sechsteiligen Thriller-Serie mit Science-Fiction- und Horrorelementen wird das Doppelgängermotiv der Vorlage übernommen. Die Fragen nach der Natur des Menschen und den ethisch-philosophischen Grenzen des technisch Machbaren werden aus dem Viktorianischen Zeitalter in das 21. Jahrhundert transferiert.

Der Mehrteiler etabliert eine Fiktion in der Fiktion: Das Buch von Stevenson in der Hand des Protagonisten vermittelt Realität durch die Akzeptanz des literarischen Vorgängers. Durch dieses Mittel wird das folgende Spiel der Serie mit dem Entstehungsmythos um The Strange Case of Dr. Jekyll and Mr. Hyde umso intensiver. Jekyll nimmt eine selbstironische Distanz zum Medium Film ein und stellt seine Existenz als einer von unzähligen Nachfolgern des Originals bewusst aus, wenn er Hyde in den Mund legt: „Und ich dachte immer, Hyde würde wie Spencer Tracy aussehen“. (nbk)

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