Hubert Sauper: Darwin’s Nightmare

In der zeitgenössischen österreichischen Filmlandschaft zeichnet Ulrich Seidl für einige der interessantesten und gleichzeitig umstrittensten Dokumentationen verantwortlich, die oft einen Diskurs über die Rolle von Ethik in dieser Filmform lostraten. Der Dokumentarfilm Darwin’s Nightmare (2004) von Seidls Landsmann Hubert Sauper löste im Jahr seiner Veröffentlichung ebenfalls eine Debatte aus, in welcher einige nicht nur die Richtigkeit seiner Angaben über die Auswirkungen des globalen Handels auf Tansania in Frage stellten, sondern gleichermaßen des Regisseurs konfrontierende Herangehensweise an das Sujet beanstandeten. Manche Kritiker bemühten in Anbetracht seiner Bilder des Elends am Viktoriasee sogar einen Vergleich zur Ästhetik des Splatterfilms. (kst)
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