Hotte im Paradies

„Ick bin immer oben. Und wenn ick unten bin, dann ist unten eben oben.“

Hotte im Paradies

Regisseur Dominik Graf hat sich in den vergangenen Jahren im Fernsehen ein eigenes Biotop geschaffen. Beinahe blind kann man den TV-Apparat einschalten, wenn einer seiner  Filme angekündigt ist. Erfreulich ist jedes Mal der Überraschungseffekt: wechselnde Sujets und wechselnde Form. Graf sticht nicht nur aus dem TV-Einheitsbrei heraus, er bleibt unberechenbar. Dennoch kann man einen Schwerpunkt seines Werkes der vergangenen Jahre leicht erkennen: Die Arbeit mit der digitalen Handkamera. Sie ermöglicht Graf bei niedrigen Budgets und vermeintlich sperrigen Stoffen künstlerische Freiheit. Auch Hotte im Paradies behandelt kein typisches Fernsehthema. Der Titelheld ist ein Zuhälter, sein Paradies ein Milieu, dem sich die Studie ohne Kitsch und Überzeichnungen nähert, als immer wieder ironisch gebrochenes Sozialdrama. Der Zuschauer kann sich entscheiden, was er von dieser Figur und seinem Umfeld hält. Die Probleme im Leben Hottes sind dabei durchaus universell: Loyalität, Außendarstellung, Geld, Liebe.

Birge Schade erhielt 2005 den deutschen Fernsehpreis für ihre Rolle der Rosa, Hotte im Paradies wurde auf dem Fernsehfilmfestival in Baden-Baden mit dem Hauptpreis ausgezeichnet. (sk)

Sendetermine

, Einsplus (ARD digital)

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, Festival (ARD digital)

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