Endstation der Sehnsüchte

Nach dem preisgekrönten Full Metal Village (2006) hat die deutsch-koreanische Regisseurin Sung-Hyung Cho für ihren zweiten „Heimatfilm“ erneut das Leben in einem deutschen Dorf dokumentiert. Statt in Schleswig-Holstein wie das Heavy-Metal-Mekka Wacken liegt es diesmal allerdings auf der südkoreanischen Halbinsel Namhae und möchte mit Eichenschrankwänden, Bratwürsten und Gartenzwergen Emigranten, die einst als Gastarbeiter nach Deutschland gingen, die Rückkehr in die Heimat erleichtern. Die Regisseurin beleuchtet die Identitäts- und Integrationsprobleme von drei pensionierten Südkoreanerinnen und ihren deutschen Ehemännern, die in der kuriosen Siedlung von manchen Einheimischen wie exotische Zootiere bestaunt werden. Wie schon in Full Metal Village beweist Cho hierbei ein Auge für surreal anmutende Kulturbegegnungen und lakonische Momentaufnahmen. (sk)
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, 3Sat



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