Eisenfresser
Riesige Schiffswracks und schwerste körperliche Arbeit – Shaheen Dill-Riaz zeichnet in seinem Dokumentarfilm Eisenfresser ein deprimierendes Bild der Arbeitsverhältnisse in einer Abwrackwerft im südlichen Bangladesch.

Durch den Fokus auf eine Gruppe und die daraus resultierende Nähe zu ihren Mitgliedern gelingt Dill-Riaz eine authentische Binnensicht auf ihre halsbrecherische Arbeit, deren Wahnwitz er großteils in monumentalen Totalen herausarbeitet. Diese eindrücklichen Bilder lenken indes fast von der Schwere der dargestellten Arbeit ab, was den Film streckenweise zu einer Gratwanderung zwischen Dokumentation und Spektakel werden lässt. So erschüttert Eisenfresser vor allem durch die längerfristige Beobachtung einer harten Arbeitssaison, in der der Ausnahmezustand die Regel ist. (mse)
Seite druckenFotos: Aries / Arte
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