Duell am Missouri

Duell am Missouri (The Missouri Breaks, 1976) war ein kommerzieller Misserfolg und fiel ebenso bei vielen zeitgenössischen Kritikern durch. Obwohl er Arthur Penns Karriere damals nicht förderlich war, zählt er mittlerweile zu den letzten großen epischen Western der siebziger Jahre.

Arthur Penn: Duell am Missouri

In der Konfrontation zwischen einem Kopfgeldjäger und einem Pferdedieb im Montana des späten 19. Jahrhunderts treffen zwei Schauspiellegenden aufeinander: Jack Nicholsons Laufbahn befand sich gerade auf ihrem Höhepunkt, Marlon Brandos wiederum sollte wenige Jahre später zu Ende gehen. Beide konkurrieren im gefährlichen verbalen Wettstreit, jedoch wirkt es fast so, als hätte Nicholson Brando bald bereitwillig die Arena überlassen. Brandos Clayton ist eine sadistische, nahezu campe Figur mit Hang zu wahnwitziger Verkleidung und beherrscht als solche den ganzen Film. Dennoch ist Duell am Missouri mehr als eine Burleske, graduell steigert sich die Düsterheit und er reift schließlich zu einer eigenwilligen Abhandlung über Gewalt und eine ganz zeitgemäße Form von Dekadenz.       (kst)

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