Die Stunde des Wolfes
Ingmar Bergmans phantastischer Film. Eines der beeindruckendsten Horrorszenarien der Filmgeschichte.

Die Stunde des Wolfes (Vargtimmen, 1968) markiert den Auftakt von Bergmans Fårö-Trilogie, die den Namen des Drehortes fast aller seiner Filme dieser Phase trägt. Analog zu Wie in einem Spiegel, dem Ausgangspunkt von Bergmans vorangegangener Glaubens-Trilogie, nimmt Schlaflosigkeit hier eine zentrale Funktion ein. Der somnambule Zustand des Protagonisten ist Auslöser eines albtraumhaften Schreckens.
Bergman zeigt sich einerseits auf der Höhe der Zeit, lassen sich seine surrealen Strukturen doch mit denen eines Buñuel, Polanski oder Fellini vergleichen. Andererseits fügt sich der Films nahtlos, kohärent und äußerst effektiv in sein eigenes Œuvre ein. Hier speist sich der Horror nicht aus der Dunkelheit, sondern aus dem Gegenteil, der nicht untergehenden Sonne.
Wieder seziert der Regisseur eine mentale Krise, diesmal im Rahmen des Magischen, der Traum und Wirklichkeit verwischt. Nach dem Zusammenbruch der familialen Strukturen und der christlichen Gemeinde analysiert Bergman nun das Zerbrechen einer Partnerschaft.
Auf der am 10. Februar beginnenden 61. Berlinale ist die komplette Werkschau Ingmar Bergman zu sehen. (sk)
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