Das geheime Leben der Worte

Isabel Coixets Das geheime Leben der Worte (La vida secreta de las parablas, 2005) bildet den bisherigen Höhepunkt im Schaffen der Regisseurin.

Das geheime Leben der Worte

Tim Robbins und Sarah Polley verkörpern ein ungewöhnliches Liebespaar an einem beinahe exotischen Ort. Er verletzt, mehrerer Sinne beraubt, sie jung und vor allem eines: schweigsam. Auf einer Ölplattform vor Irland, letztlich im Überall und Nirgendwo. Die Kamera eignet sich den Ort unscheinbar, meist über Personen, deren Handlungen und Beobachtungen sie vermittelt, aber äußerst präzise an. Mit derselben Präzision, äußerst bedacht, führt Coixet ihre Figuren zueinander. In aller Klarheit emotional aufwühlend. >> Zur Kritik (sk)

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Kommentare zu „Das geheime Leben der Worte“


Martin Z.

Er (Tim Robbins) wurde schwer verletzt, als er in einem heldenhaften Einsatz einen Kollegen zu retten versuchte. Sie (Sarah-Dontcomeknocking-Polley)pflegt ihn auf der Bohrinsel. Beide sind traumatisiert. Aber als sie ihm vom Drama ihres kurzen Lebens erzählt, kann er sie nur –trotz seiner Brandwunden- stumm in den Arm nehmen. Es passierte im schon vergessenen Serbienkrieg. Gut, dass man davon keine Bilder sehen muss. Sarahs Schilderung von Qualen und Massenvergewaltigungen gehen auch so unter die Haut. Der Schlüssel liegt in den Worten von Julie Christie: “Die Scham, die diejenigen empfinden, denen es gelungen ist zu überleben, ist größer als der Schmerz und kann ein Leben lang andauern:“ Der Schlussdialog zwischen Tim und Sarah greift bildhaft eine frühere Aussage auf und ist wohl die ungewöhnlichste Liebeserklärung, die man sich vorstellen kann.
Und so gibt es auch ein herbes, eher emotionsloses Happyend, das dem erlebten Geschehen angepasst ist, und uns stumm aber beeindruckt zurücklässt.






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