Die Nacht des Jägers

Charles Laughton: Die Nacht des Jägers

Der Schauspielerlegende Charles Laughton ist mit seiner ersten und einzigen Regiearbeit ein kleines Wunder geschehen. Oder deutlicher - einer der besten Filme nicht nur in der Geschichte des amerikanischen Kinos. Robert Mitchum spielt den religiös fanatischen Prediger, dessen Fingerknöcheltätowierungen bereits die Dichotomie des Guten und Bösen heraufbeschwören, die in der ländlichen Szenerie von Der Nacht des Jägers (The Night of the Hunter, 1955) gegeneinander antritt. Objekt seines Begehrens ist eine beträchtliche Summe Geld, dessen Aufbewahrungsort der Witwenmörder von zwei Kindern in Erfahrung bringen möchte. Die aber haben seine Pläne durchschaut und gelangen nach dem Mord an ihrer Mutter in die Obhut einer Waisenkindbetreuerin (Lillian Gish). Unvergesslich bleibt die Szene ihrer nächtlichen Bootsflucht unter den schützenden Blicken einiger Tiere, so wie der Anblick der nixengleichen Shelley Winters, deren Leiche zwischen Algen am Seeboden treibt, ein Bild mit fast schon surrealistischer Tönung. Und natürlich wäre da noch die mitternächtliche Konfrontation zwischen Gish und Mitchum, die Laughton, wie den Rest des Films, mit expressionistischer Schönheit und Beklemmung in Szene setzt. (kst)

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