Flandern
Bruno Dumonts Flandern inszeniert eine Dreiecksbeziehung inmitten von Eifersucht, roher Sexualität und der Brutalität des Krieges.

Ohne Sympathie zu heucheln oder moralisch zu werten beschreibt Dumont das inhaltsleere Leben seiner Figuren und wie plötzlich die Gewalt herein bricht. Flandern erzählt eine archaische Geschichte über Verlangen und Eifersucht, die man in jede beliebige Zeit übertragen könnte. Dass es sich bei dem nicht näher beschriebenen Kriegsgebiet eindeutig um ein arabisches Land handelt, ist einer von wenigen aktuellen Bezügen des Films. Dabei spielt jedoch weniger der Schauplatz eine wichtige Rolle, als der Rückfall einiger junger Männer aus der französischen Provinz in ein unzivilisiertes und barbarisches Entwicklungsstadium, in welchem sie zu Opfern und Tätern jener Kriegsgräuel werden, die es tagtäglich in den Nachrichten zu sehen gibt. (mk)
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