Machuca, mein Freund

Der Film Machuca, mein Freund (Machuca, 2004) von dem chilenischen Regisseur Andrès Wood ist das beeindruckende Bespiel der lebendigen Kinokulturen Lateinamerikas, in denen immer wieder Arthaus und Mainstream harmonisch miteinander verschmelzen.  

Andrès Wood: Machuca, mein Freund

In einer technisch makellosen Inszenierung gelingt es Wood mit leisen Tönen die Ereignisse um den Militärputsch des Pinochet-Regimes 1973 in Chile aus der Perspektive eines Zwölfjährigen zu erzählen. Die Panzer rollen für den jungen Gonzalo zwar lediglich über den Fernsehschirm im Wohnzimmer seines gutbürgerlichen Elternhauses, doch zerstört die Diktatur dessen Freundschaft mit Pedro, einem Jungen aus Santiagos Armenviertel. Fernab aller Rührseeligkeit gelingt es Wood der Diktatur mit filmischen Mitteln ein Bild zu verleihen, indem er das Gefühl der Ohnmacht Angesichts der Ereignisse spürbar werden lässt. So ist Machuca, mein Freund vor allem eines: Kino pur. (dg)

Foto: © ZDF und WDR, Tiberius Film

Sendetermine

Mi 29.04.2009, 23:40 Uhr, BR

Fr 12.09.2008, 22:25 Uhr, 3sat

Sa 19.04.2008, 22:25 Uhr, WDR

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Machuca, mein Freund

Mit Machuca, mein Freund nähert sich der Regisseur Andrés Wood auf unkonventionelle Weise einem düsteren Kapitel aus Chiles Vergangenheit. Das Umfeld eines Zwölfjährigen dient dem Film als Vorlage für ein Porträt der letzten Monate der Allende-Regierung und der Zeit unmittelbar nach dem Militärputsch von 1973.

Filmkritik

 

Das chilenische Kino und Machuca: Die Gegenwart trifft die Vergangenheit

Mit Machuca, mein Freund (Machuca, 2004) ist dem chilenischen Regisseur Andrés Wood nicht nur ein emotional aufwühlendes, sondern auch angenehm unspektakuläres Drama über die Erlebnisse eines zwölfjährigen Jungen zur Zeit des Militärputsches in Chile gelungen. Selten zuvor reflektierte ein Film die gegenwärtigen Entwicklungen in der chilenischen Gesellschaft, wie es bei Woods jüngster Regiearbeit der Fall ist. Den Deutschlandstart von Machuca nahm sich critic.de zum Anlass, in Zusammenarbeit mit dem chilenischen Gastautor Victor Cubillos einen Blick auf das hierzulande kaum bekannte chilenische Kino zu werfen.

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