Machuca, mein Freund
Der Film Machuca, mein Freund (Machuca, 2004) von dem chilenischen Regisseur Andrès Wood ist das beeindruckende Bespiel der lebendigen Kinokulturen Lateinamerikas, in denen immer wieder Arthaus und Mainstream harmonisch miteinander verschmelzen.

In einer technisch makellosen Inszenierung gelingt es Wood mit leisen Tönen die Ereignisse um den Militärputsch des Pinochet-Regimes 1973 in Chile aus der Perspektive eines Zwölfjährigen zu erzählen. Die Panzer rollen für den jungen Gonzalo zwar lediglich über den Fernsehschirm im Wohnzimmer seines gutbürgerlichen Elternhauses, doch zerstört die Diktatur dessen Freundschaft mit Pedro, einem Jungen aus Santiagos Armenviertel. Fernab aller Rührseeligkeit gelingt es Wood der Diktatur mit filmischen Mitteln ein Bild zu verleihen, indem er das Gefühl der Ohnmacht Angesichts der Ereignisse spürbar werden lässt. So ist Machuca, mein Freund vor allem eines: Kino pur. (dg)
Seite druckenFoto: © ZDF und WDR, Tiberius Film
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