8 Frauen

Ein Haus, ein Mord und 8 Frauen. Diese Konstellation stellt den Ausgangspunkt für François Ozons temporeiche Ermittlung dar. Dabei ist der Film nichts weniger als eine tiefe Ehrerbietung vor den Filmen und weiblichen Stars der 1950er Jahre. Nicht nur Kleidung und Dekor erinnern an die Melodramen und Musicals dieser Zeit. In einem verschachtelten Kammerspiel lässt der Regisseur den Glanz der damaligen Filmikonen wieder aufscheinen und präsentiert mit seiner ausschließlich weibliche Riege ein heterogenes, aber sehr stimmiges Ensemble. Ozon versäumt es trotz aller Reminiszenzen nicht, seine Damen selbst ins Scheinwerferlicht zu rücken. Das geschieht vornehmlich in Musicalnummern, die zwischen die Narration gestreut sind. Mit seinem überbordenden und hochartifiziellen Stil macht Ozon 8 Frauen zu einer filmästhetischen Liebeserklärung an das weibliche Geschlecht und das Kino. (jlo)
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