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Kapitalistische Kostüme für die Gegenwartskunst

Die neue Strategie heißt Mimikry. Auf der 9. Berlin Biennale eignen sich Künstler derart überzeugend den Look des Kapitalismus an, dass man sich mitunter wie auf einer Wirtschaftsmesse fühlt. Vielleicht also genau das Richtige für eine Ausstellung, die zu Recht seit Jahren in Verruf ist. Nebenan zeigt die Sammlerin Julia Stoschek, was der Biennale noch immer abgeht. weiter 

„Du bist Künstlerin, du darfst so denken!“

Interview mit Maren Ade

Von Selbstoptimierung und hektischen Veränderungen noch während des Drehs: Maren Ade sprach mit uns über die Arbeit an Toni Erdmann – und wie sie sich am Set bei ihrem Team sogar entschuldigen wollte. Nächste Woche kommt ihr neuer Film nach großem Festivalerfolg ins Kino. weiter 

Eine verpasste Chance für heimische Kinematheken

Eines der größten Hollywood-Studios wurde von einem schwäbischen Flüchtling mitbegründet. Das Festival Il Cinema Ritrovato in Bologna widmete seinem Sohn Carl Laemmle Jr. eine Reihe. Erstaunlich zu sehen, was unter diesem Produzenten im ohnehin schon freizügigen Pre-Code-Kino alles möglich war.

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Vom Über-Blick zur Superzeitlupe

Die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender preisen alle möglichen Second Screens an, mit denen sie das Fußballspiel aus anderen Perspektiven zu erschließen suchen. Doch auch beim Fußball stellt erst die Form den Inhalt her. Eine Bildanalyse zur EM von Till Kadritzke. weiter 

Europäer schießen aufeinander

Der Wilde Westen mitten in Europa: Wie das Elfmeterschießen zum Shootout à la Sergio Leone wird und dabei doch gerade die Gemüter beruhigt. Eine Kolumne von Nino Klingler. weiter 

Fernsehen. Im Kino. Auf dem Filmfest München

Die Reihe Neues Deutsches Fernsehen stellt vieles beim Münchner Filmfest in den Schatten. Man kann das als Siegeszug des Fernsehens feiern oder damit den Einsturz der vermeintlich überholten Differenz zwischen Kino und TV propagieren. weiter 

Im Schatten des Dr. Mengele

Die Retrospektive des diesjährigen Festivals von Locarno wird sich dem Kino der jungen BRD widmen. Ende April gab es in Frankfurt bereits einen kleinen Vorgeschmack. Dabei waren deutsche Filme zu entdecken, die von Migranten gedreht wurden, unversöhnlich auf die eigene Vergangenheit blicken – und erstaunlich viele englische Dialoge haben. weiter